Vom Ende der Dollar-Vorherrschaft
- Holbach News

- vor 6 Tagen
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Für die USA geht es nicht nur um den militärischen Sieg. Auf dem Spiel steht vielmehr die Führungsrolle der USA im globalen Finanzsystem – namentlich geht es um die Frage, ob der Dollar seinen Status als unumstrittene Weltwährung behalten kann. Der Einfluss des Dollars ist eng verknüpft mit dem Erdöl: Die Macht zerfällt, sobald den USA die Kontrolle über die weltweite Ölversorgung entgleitet.

Sollten die USA im Iran-Krieg ein Fiasko erleben, so käme dies für den Dollar in einem kritischen Moment. Der Grund ist die Entdollarisierung, welche namhafte Ökonomen derzeit beobachten. Laut dem Harvard-Professor Kenneth Rogoff hat die US-Währung ihren Höhepunkt bereits im Jahr 2015 überschritten. Der Autor des Buches «Our Dollar, Your Problem» sagt voraus, die globale Dominanz des Dollars werde innert 25 Jahren enden.
Der Währungsanalyst George Saravelos hat eine brisante Kalkulation erstellt: Er nimmt an, dass sich der negative Saldo beim Auslandsvermögen von derzeit 90 Prozent auf ein nachhaltigeres Niveau von 60 Prozent des Bruttoinlandprodukts reduziert, was historisch gesehen immer noch ein hoher Wert wäre. Damit aber die Auslandsverschuldung sinken kann, müsste sich der Dollar um 30 bis 35 Prozent abwerten. Das würde also bedeuten, dass der Kurs zum Franken von derzeit knapp 80 Rappen auf 55 Rappen fällt. (Autor: Albert Steck), Quelle: NZZ.



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