top of page

Immobilien in Nord-Zypern

Ein französisches Gericht hat ein Auslieferungsgesuch der Republik Zypern gegen einen Mann abgelehnt, dem vorgeworfen wird, ohne Zustimmung der griechischen Zyprioten Grundstücke im Norden des Landes bebaut zu haben.

Das Berufungsgericht von Aix-en-Provence wies den Antrag mit der Begründung zurück, dass der Besitzstand der Europäischen Union im Norden ausgesetzt sei und daher dort nicht angewendet werden könne.


Daher seien die Gerichte der Republik Zypern nicht in der Lage, Gesetze in einem Gebiet durchzusetzen, über das sie keine Kontrolle ausübten. Aus diesem Grund wurde der 39-jährige Behdad Jafari nicht ausgeliefert.


Die Freilassung von Jafari erfolgt am Ende eines turbulenten Jahres in Bezug auf die Frage des Eigentums und der Verwaltung von Immobilien in Zypern, da die Republik Zypern drei Personen wegen des Baus und der Werbung für Immobilien im Norden zu Haftstrafen verurteilt hat.


Der prominenteste der drei war der israelische Immobilienentwickler Simon Aykut, der im Oktober zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde, nachdem er sich in insgesamt 40 Anklagepunkten im Zusammenhang mit der Entwicklung und dem Verkauf griechisch-zyprischer Immobilien im Norden schuldig bekannt hatte.


Im Mai wurden zwei ungarische Frauen zu Haftstrafen von zweieinhalb Jahren bzw. 15 Monaten verurteilt, nachdem sie auf ihren Social-Media-Konten und Webseiten für den Verkauf von Häusern im Norden geworben hatten.


Eine Reihe von Fällen ist noch anhängig. So befindet sich beispielsweise eine Deutsche, die nach einem Gespräch an Bord eines Fluges mit dem Europaabgeordneten Geadis Geadi festgenommen wurde und in dem sie laut Anklage den Verkauf von griechisch-zyprischen Immobilien im Norden zugegeben haben soll, weiterhin in Haft. (Autor: Tom Cleaver), Quelle: CyprusMail.

Kommentare


© 2026  

Alle Rechte vorbehalten

Hans-Peter Holbach

Auch für meine private Webseite gilt ebenfalls die AGB und Datenschutzerklärung dieser Webseite

bottom of page