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Aktualisiert: 27. Juni



BÖRSE EXPRESS


Passiv macht passiv


Tut vielleicht gut, sich Warren Buffet näher zu fühlen, aber hoffentlich fühlt man sich dabei nicht auch so alt, wie diese Ikone des aktiven Managements inzwischen bereits geworden ist. Wolfgang Matejka



Public Eye


Unsere neueste Recherche hat aufgedeckt, dass Nestlé in einkommensärmeren Ländern wie Südafrika oder Indonesien seiner Baby- und Kleinkindernahrung Cerelac und Nido massiv Zucker beimischt. Dies im Gegensatz zur Schweiz: hierzulande verzichtet der Konzern auf zugesetzten Zucker bei diesen beiden Babyfood-Kassenschlagern. Roman Bolliger



Trading Insider


Künstliche Intelligenz kann uns bei vielen Dingen unterstützen. Doch wo setzen die Unternehmen die Grenzen? Was darf die KI und was ist vielleicht eher kritisch zu beurteilen? Microsoft prescht vor genau in diesen Bereich, und zwar so, dass wir uns die Fragen stellen müssen, ob da überhaupt noch jemand nachdenkt. Oder wird einfach jede Idee durchgewunken, solange „KI“ draufsteht?


Recall AI für Windows 11 ist Sicherheits-Alptraum!


Ein Assistent, der sich an alles erinnert, was wir gemacht haben. Sowas klingt schon ganz praktisch. Wir können somit alles wiederfinden, egal ob besuchte Webseite oder benutzte Datei. Vielleicht sogar bestimmte Stellen in Videos, die wir gesehen haben. Oder Ausschnitte aus Online-Meetings, an denen wir teilgenommen haben. Nichts wird vergessen.


Das soll das neue Windows 11 Feature ermöglichen. Unter dem Namen Recall AI erinnert sich das Programm an alles, was wir am Computer gemacht haben. Wie? Ganz einfach: Recall AI läuft im Hintergrund und nimmt alles auf. Alles.


Kritisches Thema für Datenschützer: Wenn Sie sich beim Onlinebanking einloggen, nimmt die künstliche Intelligenz alles auf. Login, Kontonummer, Kontostände und wofür Sie Geld ausgegeben haben. Der gläserne Nutzer ist Realität.


Bisher wurde Ihre Google-Suche gespeichert und welche Webseiten Sie besucht haben. Mit der neuen Technologie werden Sie komplett überwacht und haben keine Geheimnisse mehr.

Michael Berkholz

forum.eu


Wissenschaftler haben ihn "Weltuntergangs-Gletscher" oder auch "Gletscher des Jüngsten Gerichts" getauft: Tatsächlich geht von dem in der Westantarktis gelegene Thwaites-Gletscher eine gigantische Bedrohung aus. Denn wenn dieser Eispanzer abschmilzt, hat das einen Anstieg des Meeresspiegels um wenigstens 60 Zentimeter zur Folge - und zwar weltweit. Der Gletscher ist von der Fläche her halb so groß wie Deutschland und im Durchschnitt eintausend Meter dick - ziemlich viel gefrorenes Wasser. Doch nicht nur das: Weil der Thwaites wie ein Gürtel um antarktisches Inlandseis funktioniert, würde sein Zerfall weiteres Eis schmelzen lassen und unweigerlich in den kommenden Jahrhunderten den Meeresspiegel um zusätzlich drei Meter ansteigen lassen. Taut alles gefrorene Wasser ab, wird der Meeresspiegel um gut 60 Meter höher liegen als aktuell.


Das wird nicht bis Ende des Jahrhunderts, auch nicht bis Ende des Jahrtausends passieren: Physikalisch kann der Meeresspiegel nur um ein bis zwei Meter pro Jahrhundert ansteigen. Ob es aber 60 Meter werden, entscheidet sich dieser Tage: Ohne Klimaschutz werden die Kippelemente auf Grönland, in den Anden, im Himalaja und in der Antarktis in Gang gesetzt, die nie wieder gestoppt werden können. Statt jetzt aber anzufangen, Klimaschutz zu leben, diskutieren wir lieber über Wärmepumpen, Tempolimit, „Veggieday“ und Industriestrompreis. Nick Reimer



QPress


Langsam, aber sicher bröckelt die Fassade der USA. Es gibt mehr und mehr Gründe, die "besten Freunde" derzeit kritischer zu hinterfragen. Der Lack blättert weiter ab und die USA kommen auf immer krudere Ideen, ihren Status als alternden Weltpolizisten irgendwie retten zu wollen.


F.A.Z.


Estlands Staatspräsident Alar Karis hat am Donnerstag offiziell ein Gesetz verkündet, das die Verwendung von eingefrorenem russischem Vermögen für Reparationszahlungen an die von Russland angegriffene Ukraine ermöglicht. Die Regelung war Mitte Mai vom Parlament des baltischen EU- und NATO-Landes in Tallinn beschlossen worden. Damit können Vermögenswerte von russischen Unternehmen und Personen, die nachweislich zur militärischen Aggression beigetragen haben, als Vorauszahlung für die Schäden verwendet werden, die Russland der Ukraine zugefügt hat. Stefanie Sommer



TA INTERNATIONAL


Zwischenbilanz in Argentinien:


Der Präsident hat die Inflation gebremst, die Verschuldung gestoppt und die Aussenpolitik geändert, zuletzt auf dem Bürgenstock. Sein Sparkurs erfordert aber grosse Opfer.

TA Wirtschaft


In Aktien hat das Kindergeld die grössten Gewinnchancen


Wer für seine Enkel Geld anlegen will, erzielt mit Aktien oder einem börsengehandelten Fonds höhere Erträge als mit einem Sparkonto.


Ja. Indem Sie das Geld für die Enkel, statt auf einem Kindersparkonto zu parkieren, in Schweizer Bluechips investieren, nutzen Sie höhere Renditechancen von Aktien. Damit haben Ihre Enkel eine gute Chance, dass Sie in zwanzig Jahren mehr auf der hohen Kante haben als bei der Variante Sparkonto.


Gerade auf eine solch lange Zeit spielt der Zinseszinseffekt eine grosse Rolle: Bei einem Zins von 0,75 Prozent werden aus den 15’000 Franken nach zwanzig Jahren 17’417 Franken, bei 3 Prozent Rendite wären es 27’091 und bei 5 Prozent gar 39’799 Franken.


Alternativ zu Einzelaktien könnten Sie auch einen günstigen Exchange Traded Fund nutzen, der an den SMI gekoppelt ist, womit Sie gleich alle SMI-Werte abdecken könnten, wie den UBS ETF (CH) SMI (CHF) A-dis, ISIN CH0017142719, mit tiefen Gebühren von 0,2 Prozent pro Jahr. Damit würden Sie eine bessere Diversifikation erreichen, müssten aber die ausgeschütteten Dividenden selbst reinvestieren.


Eine weitere Alternative wäre der reinvestierende UBS ETF (LU) MSCI Switzerland 20/35 UCITS ETF (CHF) A-acc, ISIN LU0977261329, mit 0,2 Prozent Gebühren pro Jahr. Achten sollten Sie zusätzlich auf günstige Depotgebühren bei der Bank, da diese sonst die Rendite Ihrer Enkel zu stark schmälern. Martin Spieler



QUANTEX WERTE


Es gibt seit Anbeginn der Zeit eigentlich nur drei Arten von Finanzinnovationen:


  1. Illiquide Anlagen werden durch Neuverpackung als liquide verkauft.

  2. Riskante Anlagen werden durch Umstrukturierung als risikolos vermarktet.

  3. Gehebelte Wetten werden versteckt, so dass auch «konservative» oder regulatorisch eingeschränkte Investoren damit zocken dürfen.


Der grosse Boom von Private Equity und neuerdings Private Credit bedient alle drei Ebenen einer Finanzinnovation: Anlagen in illiquiden, meist kleineren Firmen werden unter Beizug grosser Kredithebel zu Private-Equity-Fonds mit nur geringer publizierter Volatilität – was gemäss Finanzmarkttheorie ja für ein kleines Risiko spricht. Doch der Siegeszug solcher «Innovationen» wird irgendwann automatisch selbst zerstörend und die unterliegende Wirklichkeit tritt zu Tage: Nach einem Report von Bain&Co hat sich in den Händen von Private Equity ein Inventar von 28'000 unverkauften Firmen angestaut mit einem geschätzten Wert von 3'000 Milliarden Dollar. In den letzten Jahren wurden diese privaten Firmen ohnehin oft nur noch direkt zwischen Private-Equity-Funds gehandelt. Doch jetzt fehlen die Zuflüsse in die Fonds und die Investoren wollen Cash sehen. Die Illusion von Liquidität ist vorbei. In der Finanzmarktkrise von 2008 hatte sich schon einmal gezeigt, dass verstecktes Risiko – damals in angeblich sicheren, zu AAA-Ratings verpackten Schrotthypotheken – früher oder später ans Tageslicht kommt. Weil wir den Private-Equity-Fallout fürchten, machen wir auch um Bankaktien und Unternehmensanleihen einen grossen Bogen. Peter Frech



FUCHSKAPITAL


An den Aktienmärkten wirkt in diesem Jahr ein starker Taktgeber: Aktienrückkäufe von Unternehmen. Viele Unternehmen – voran in den USA – verdienen klotzig. Offenbar sehen sie aber nur wenige gute Investitions- oder Übernahmemöglichkeiten. Darum kaufen sie verstärkt eigene Aktien zurück. Der Gesamtbetrag der Rückkäufe könnte auf Jahresbasis bei gut 1 Billion US-Dollar liegen, so die Deutsche Bank. Goldman Sachs rechnet damit, dass die Unternehmen ihre Aktienrückkäufe um mindestens 4% gegenüber dem Vorjahr steigern.


Auch hierzulande gewinnen Buybacks an Bedeutung. Für die Aktionäre ist das interessant. Denn durch die Rückkäufe verschwinden die Aktien vom Markt. Darum verteilt sich der erzielte Gewinn auf eine geringere Anzahl von Aktien. Selbst bei konstantem Gewinn steigt der Gewinn je Aktie. Das stützt oft die Kurse. Langfristig entwickeln sich die Aktienkurse von Unternehmen, die in großem Stil eigene Aktien zurückkaufen, besser als der breite Markt.



cash.ch


Dividendenzahlungen sind die gängigste Form, mit der börsenkotierte Schweizer Unternehmen überschüssige Liquidität an die Aktionäre zurückführen. An zweiter Stelle folgen Aktienrückkauf-Programme, die je nach Marktlage genauso populär sind.


Der Vorteil dieser Art von Kapitalrückführung ist zweierlei: Einerseits sind diese Aktienrückkäufe für die Aktionärinnen und Aktionäre im Gegensatz zu den ausgeschütteten Dividenden steuerneutral. Zweitens sinkt die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien, wodurch der Gewinn pro Aktie steigt. Man spricht hier von einer sogenannten Gewinnverdichtung. Dies tritt allerdings nur ein, falls der Unternehmensgewinn gleichbleibt oder steigt und die zurückgekauften Aktien vom Unternehmen vernichtet werden.


Im ersten Quartal 2024 haben mit ABB, Geberit, Holcim, Logitech, Lonza, Mobilezone, Nestlé, Novartis, Sonova und Swiss Life neun Schweizer Unternehmen für 4,64 Milliarden Franken eigene Aktien zurückgekauft, wie die Zürcher Kantonalbank ZKB errechnet hat. Die grössten Brocken entfallen dabei auf Nestlé mit 1,88 Milliarden Franken und Novartis mit 1,52 Milliarden Franken, gefolgt von Lonza mit 401 Millionen Franken.


In Bezug auf die Kursperformance fällt das Verpuffen eines Effekts bei Nestlé auf, wo der Kursrückgang seit Anfang Jahr trotz Programm nicht gestoppt werden konnte. Zu negativ fielen die Analysteneinschätzungen aus, nachdem sowohl der Jahresabschluss 2023 als auch die Zahlen zum ersten Quartal 2024 nicht zu überzeugen vermochten. Auf der anderen Seite wissen die Überflieger-Titel ABB, Lonza und Holcim nicht nur bei den Aktienrückkäufen, sondern auch bei den operativen Zahlen zu überzeugen. Insofern kann diesbezüglich klar festgestellt werden: Stimmen die fundamentalen Daten nicht, so führen Aktienrückkäufe nicht per se zu steigenden Kursen. Bei Logitech ist das Aktienrückkaufprogramm dagegen nicht wirklich zum Vorteil der Investoren. Die vom Maushersteller zurückgekauften Titel werden nicht vernichtet, sondern für Aktien- und Optionsprogramme des Managements und der Mitarbeiter verwendet. Damit bleibt die Anzahl der ausstehenden Aktien gleich.


Wie problematisch sind Rückkaufprogramme?


Aktienrückkäufe sind nicht unproblematisch und werden zuweilen auch von Anlegerinnen und Anlegern kritisiert. Einerseits verringern diese automatisch das Eigenkapital des Unternehmens, was das Risiko einer Pleite erhöhen kann. Andererseits werden diese Rückkäufe oftmals durch Fremdkapital finanziert. Das heisst, das Unternehmen nimmt Kredite auf, um Aktien von den Aktionären zurückzukaufen. Dies ist nur solange tragbar, wie das Unternehmen freie Cashflows erzielt.


Ferner kann ein kurzfristiger Anstieg des Aktienkurses aus Eigeninteresse des Managements angestrebt werden - besonders, wenn deren Vergütung von der Börsenperformance abhängt.

Zudem kann die sogenannte Strategie der Gewinnverdichtung - weniger Aktien heisst ein steigender Gewinn pro Aktie - auf den ersten Blick vorteilhaft für die Aktionäre erscheinen, jedoch auf Kosten von Investitionen in die Zukunft des Unternehmens gehen. Langfristig fehlende Investitionen können das Wachstum des Unternehmens beeinträchtigen, besonders wenn die Konkurrenz sich weiterentwickelt und das Unternehmen überholt.


Steuerlicher Vorteil


Trotz dieser Bedenken ist es für die meisten Anlegerinnen und Anleger in der Schweiz finanziell vorteilhafter, Kursgewinne statt Dividenden zu erzielen. Dividenden sind in der Schweiz steuerpflichtig, während Kapitalgewinne in Form von Kursgewinnen nicht versteuert werden müssen. Ausserdem müssen die Anleger die ausgeschütteten Beträge nicht neu investieren, da das bestehende Investment durch die Gewinnverdichtung im Idealfall an Wert gewinnt. Thomas Marti



INSTITUTIONAL MONEY.com


DVFA-Mitglieder besorgt über Folgen des Trends zu passiven Anlagen


Angesichts der Wachstumsraten der letzten Jahre konnte es kaum überraschen: Ende 2023 überstiegen zumindest in den USA die Volumina passiver Aktienfonds erstmals die der aktiv verwalteten Fondsgefäße.


„Der Begriff ,passiv gemanagtes Produkt' ist eigentlich ein Widerspruch in sich. Natürlich sind diese Instrumente nützliche Elemente des Kapitalmarktes, bringen den Anlegern durch Skalierungseffekte Vorteile hinsichtlich der Kosten und erleichtern die Diversifizierung. Aber ich sehe durch die jetzt erreichten Größenordnungen doch ein paar Risse im Ökosystem der Märkte und auch Gefahren für die Kapitalallokation. Mehrere Studien – kürzlich auch von der Frankfurter Goethe-Universität – deuten darauf hin, dass Preise einer Assetklasse oder eines Einzelwerts durch den Passivtrend stärker von der Gewichtung in einem Index abhängen. Unternehmensspezifische Fundamentaldaten und dadurch generierte Preissignale verlieren tendenziell an Bedeutung. Dies ist volkswirtschaftlich problematisch und am Ende vielleicht sogar nachteilig für die Finanzstabilität.“ (kb)



wallstreet ONLINE


Dow Jones steigt auf 60.000 Punkte & S&P 500 auf 8.000 Punkte, sagt Ed Yardeni.


Eine Rallye dieses Ausmaßes wäre jedoch angesichts der Tatsache, wie teuer der Markt bereits sei, eigentlich ungesund für Aktien, warnte der Präsident von Yardeni Research. In der Vergangenheit hatte Yardeni bereits geäußert, dass auf einen Aufschwung immer eine Kernschmelze folgt, also ein steiler Rückgang, nachdem der Markt zu schnell zu stark gestiegen ist. Gina Moesing



AKTIEN-MONITOR


Noch einmal ist für Spannung gesorgt


Vielleicht stellt sich der eine oder andere Leser jetzt die Frage, ob es nicht dann sinnvoll ist, jetzt erst einmal aus Aktien auszusteigen? Diese Frage lässt sich natürlich nicht für alle gleich beantworten. Fakt ist, dass es auf Rekordniveaus, auf denen wir uns aktuell bewegen, immer ratsam ist, ein Cash-Polster aufzubauen. 10 bis 20% Liquidität an der Seitenlinie zu parken, machen durchaus Sinn. Mehr aber auch nicht. Es geht in erster Linie darum, handlungsfähig für den Fall zu sein, dass die Aktienmärkte stärker nachgeben. Und falls die Märkte trotzdem weiter steigen, sind Sie ja mit einem respektablen Anteil auch weiter mit von der Partie. Solange Anlagekapital an die Börse fließt und sich die Verkaufsbereitschaft in Grenzen hält, solange können und werden die Kurse weiter anziehen. Doch sobald sich von irgendwoher eine negative Tendenz einstellt, kann sich diese rasch beschleunigen, denn dann wolle plötzlich alle Anleger gleichzeitig durch dieselbe Fluchttür. Jürgen Schmitt



WH selfinvest


Wer den Optionshandel beherrscht, hat verschiedene Möglichkeiten, sich am Markt zu platzieren.


Zum einen können offene Positionen in Aktien oder Indizes über Optionen gegen fallende Kurse abgesichert werden. Zum anderen ist es möglich, ohne großen Zeitaufwand zusätzliche Renditen über Einnahmen aus Optionsprämien zu erzielen. Das geht sogar nebenberuflich.


Folgende Vorteile hat der professionelle Optionshandel:

• Gewinn ist leicht zu berechnen

• Eindeutiges, leicht umsetzbares Strickmuster

• Statistischer Vorteil für höhere Erfolgschancen

• Überschaubarer Zeitaufwand



Disruptiv Newsletter


Eine von Grayscale durchgeführte Umfrage zeigt, dass 44 % der US-Wähler klare Vorschriften wünschen, bevor sie Kryptowährungen kaufen. Die Umfrage zeigt auch ein starkes Interesse an Krypto, wobei 65 % der Befragten Bitcoin als zukünftige Investition und 53 % als digitale Währung betrachten. Das Interesse ist bei Millennials und Wählern der Generation Z besonders groß.



Börse – Intern


Das Diesmal-ist-es-anders-Syndrom ist wieder da!


Falls Sie also von Nvidia und Co. überzeugt sind und langfristig von diesen Aktien bzw. KI profitieren wollen, sollten Sie also auf einen Kurseinbruch von mindestens 60 % warten und dann in den folgenden Jahren immer wieder in Schwächephasen zugreifen. So nutzen Sie das „Diesmal ist es anders“-Syndrom optimal aus.


Ach ja, Sie könnten nun auf das Argument verfallen, dass es auch in dieser Blase „Überlebende“ geben wird, die ihren Aktionären später noch einträgliche Gewinne in die Taschen spülen. Darauf wies auch der Leser in seiner Mail hin. Dazu gab ich ihm (und jetzt Ihnen) folgende Warnung mit auf den Weg: „Einzelne Perlen werden auch diesen Rausch überleben, keine Frage. Aber sie werden ebenfalls kräftige Abschläge hinnehmen müssen, wenn die Blase platzt. Microsoft z.B. hat sich inzwischen gegenüber seinem 2000er Hoch zwar mehr als versiebenfacht – aber erst einmal brach der Kurs um 66 % ein und dümpelte danach einige Jahr dahin“. Torsten Ewert



Vontobel Markets


Wie bewegen sich Anleihen bei Zinsveränderungen?


Die Beziehung zwischen Zinssätzen und Anleihekursen sind invers. Das heißt, wenn die Zinssätze steigen, sinkt der Kurs bestehender Anleihen. Der Grund hierfür ist, dass neue Anleihen mit höheren Zinssätzen ausgegeben werden, wodurch die älteren Anleihen mit niedrigeren Zinssätzen weniger attraktiv werden. Daher muss der Kurs dieser älteren Anleihen sinken, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Andererseits steigt der Kurs bestehender Anleihen, wenn die Zinssätze sinken. Dies liegt daran, dass neue Anleihen mit niedrigeren Zinssätzen ausgegeben werden, wodurch die älteren Anleihen mit höheren Zinssätzen attraktiver werden. Infolgedessen steigt der Kurs dieser älteren Anleihen aufgrund der höheren Nachfrage.


Die Bundesanleihe und der Bund-Future


Die Bundesanleihe ist eine Schuldverschreibung der Bundesrepublik Deutschland und gilt daher als sehr sichere Anlage. Dies spiegelt sich auch in den Bewertungen der Rating-Agenturen wider, bei denen die Bundesrepublik Deutschland durchweg die besten langfristigen Bewertungen erhält.


Der Bund-Future ist ein an der EUREX gehandelter Terminkontrakt, der sich auf eine fiktive sechsprozentige Bundesanleihe mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren bezieht. Wenn ein Anleger sinkende Zinsen erwartet, kann er den Bund-Future kaufen, um von steigenden Anleihepreisen zu profitieren. Erwartet er hingegen steigende Zinsen, kann er den Bund-Future shorten, um von fallenden Anleihepreisen zu profitieren.



swiss-press.com


Die Richtzinsen für zehnjährige Festhypotheken haben sich seit Jahresanfang von 2,26 Prozent auf 2,35 Prozent um 0,09 Prozentpunkte leicht erhöht. Auch der 10-Jahres-Swap-Satz und die Rendite für 10- jährige Bundesobligationen sind in dieser Zeit um 0,12 resp. 0,20 Prozentpunkte gestiegen, obwohl die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Leitzins im März überraschend gesenkt hat.



Schmidts Tagebuch

Zwischen dem Fußballspielen und dem Thema, das mich tagtäglich umtreibt – einer guten Geldanlage – gibt es interessanterweise einige Parallelen. Es sind sozusagen Erfolgsrezepte, die sowohl auf dem Fußballrasen als auch auf dem Börsenparkett gelten.


  • Diversifikation: Sowohl beim Fußball wie auch bei der Geldanlage sollten Sie nicht alles auf einzelne tatsächliche oder vermeintliche Top-Stars setzen, sondern immer auf einen möglichst breiten Strauß an erfolgreichen „Spielern“. Natürlich kann ein Messi oder Ronaldo auch mal im Alleingang ein Spiel gewinnen, auf Dauer aber wird das nicht funktionieren. Genauso ist es, wenn Sie bei Aktien auf einzelne Überflieger setzen. Das Risiko, das Spiel oder Ihr Geld zu verlieren, ist eben sehr viel höher, wenn Sie nur einen einzigen Star im Team oder im Depot haben.

  • Kühlen Kopf bewahren, auch wenn man hinten liegt: Das gilt auf dem Rasen genauso wie bei der Geldanlage. Schwankungen an den Märkten und im Spiel sind normal, wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und das Spiel durchzuziehen, sprich investiert zu bleiben – das ist die beste Voraussetzung für langfristigen Erfolg.

  • Mehr Risiko bedeutet nicht mehr Erfolg: Mehr Stürmer auf den Platz zu stellen bedeutet, dass in der Verteidigung Leute fehlen – das bringt enorme Risiken mit sich. Ähnlich ist es bei der Vermögensanlage: Je mehr Risiken ich eingehe, desto weniger Sicherheit habe ich hintenraus. Das kann eine bewusste Strategie – oder ein Anlegerfehler sein. Entscheidend ist, dass das Risiko zur eigenen Anlegermentalität passt.

  • Ohne Risiko kein Sieg: Andererseits geht es auch nicht ganz ohne Risiko. Wer eine Rendite über dem risikolosen Zins erwirtschaften will, kommt um die Aktienmärkte und damit um ein gewisses Risiko nicht herum, oder andersherum gesagt: Wer keine Risiken eingehen will, wird auch nicht siegen. Wichtig ist es, das richtige Risikomaß zu finden – das ist im Spiel genauso wie bei der Anlage.

  • Am Ball bleiben lohnt sich: Bei Rückschlägen ist es wichtig, nicht aufzugeben, sondern durchzuhalten. Eine einmal gewählte (passende) Anlage-Strategie durchzuhalten, ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren bei der Geldanlage. Wer hingegen ständig ein- und aussteigt aus den Märkten, fährt langfristig nicht besser als jemand, der diszipliniert durchhält – das ist wissenschaftlich belegt. Im Fußball ist es zwar eher so, dass der Trainer gerne auch während des Spieles die Strategie anpasst, wenn das sinnvoll ist. Entscheidend ist aber auch hier das Am-Ball-Bleiben, die Disziplin – sie führt langfristig zum Erfolg.

  • Aufgaben klar verteilen: In jedem Fußball-Team gibt es klar verteilte Rollen: Mittelfeld, Abwehr, Stürmer, Torwart, Trainer. Dasselbe gilt bei der Geldanlage. Entscheidend ist es, alle diese Positionen zu beachten und richtig zu besetzen, sprich Anleihen als Risikopuffer, Aktien als Renditeturbo und Zinsangebote für die Barreserve zu nutzen. Ohne eines dieser Teammitglieder wird es schwer(er), die eigenen finanziellen Ziele zu erreichen.

  • Wer schafft es in den Kader? Wie der Nationaltrainer hat es auch das Portfoliomanagement nicht immer leicht, die richtigen Produkte am Markt auszuwählen. Es gibt viele gute Spieler und viele gute Anlageprodukte – doch welche ETFs haben das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, welche ETF-Kombination spiegelt den gesamten Markt am besten wider, welche ETFs haben den besten Tracking Error etc. Am Ende ist es auf dem Rasen genauso wie auf dem Börsenparkett – nur die Besten kommen zum Zuge.

  • Laufen Sie nicht ins Abseits: Verzichten Sie auf unsinnige Dinge, die Sie nur Nerven kosten und Ihnen Ärger bescheren – im Fußball sind das unsportliches Verhalten, Fouls, Schwalben und Co., bei der Geldanlage Produkte, die nur konzipiert wurden, um Anlegerinnen und Anlegern das Geld in Form von Provisionen aus der Tasche zu ziehen, wie zum Beispiel: Zertifikate, geschlossene Fonds, illiquide Anlagen, Hedgefonds etc. Karl Matthäus Schmidt



finews.ch


Die Börsenbetreiberin SIX will mit einem eigenen Angebot von globalen Aktienindizes im Geschäft von MSCI, FTSE und Co wildern. Mit tiefen Gebühren und einem geringen Aufwand soll den heimischen Retailbanken ein konkurrenzfähiges Angebot gemacht werden.


Global, regional und länderspezifisch


Die neue globale Indexfamilie umfasst die «SIX World-Indizes» mit sieben Einzelindizes sowie die «SIX Broad & Blue-Chip-Indizes» mit einer Regionalen und länderspezifischen Einteilung für Europa, America und APAC. Insgesamt decke man 49 Länder und fast 3’000 Unternehmen weltweit ab.


Die Kunden sollen verglichen mit den Konkurrenzprodukten von einem geringeren Aufwand und tieferen Gebühren profitieren. Mit dem neuen Angebot könne ein Grossteil der Kundschaft den Verwaltungsaufwand deutlich senken. Mit geringerem Aufwand habe sie Zugang zu gleichwertigen Indizes.



FAZ+


Verstecktes Risiko im ETF


Eine kleine Änderung an Indexfonds kann für Kunden teure Folgen haben. Was zunächst wie ein Steuervorteil aussieht, kann zu einem Steuernachteil werden.



Notizbuch


Gefährliche Sparbriefe. Nachdem die Zinsen vorübergehend etwas gestiegen sind, legen konservative und risikoaverse Bankkunden ihre Rücklagen wieder verstärkt in Sparbriefen an, wie sie vor allem von Sparkassen und Genossenschaftsbanken offeriert werden. Im Grunde handelt es sich bei dieser Form der Kapitalanlage um eine Art Festgeld mit mittleren Laufzeiten. Allerdings reichen die erzielbaren Renditen gerade einmal aus, um die Inflation auszugleichen. Die Finanzaufsichtsbehörde BaFin gibt überdies zu bedenken, dass sowohl Sparbriefe mit als auch ohne Nachrangabrede angeboten würden. Bei einem Sparbrief ohne Nachrangabrede wird der Kunde im Fall einer Bankenpleite im Rahmen des geltenden Einlageschutzes (maximal 100'000 Euro pro Konto) entschädigt. Vorsicht bei Sparbriefen mit Nachrangabrede. In diesem Fall erhalten bei einer Bankenpleite zunächst die nicht nachrangigen Gläubiger ihr Geld. Erst wenn deren Forderungen befriedigt sind, werden die Sparer entschädigt – sofern dann noch Geld vorhanden ist.

Growney


Wie kann ich die Rentenlücke schliessen?


Die Bundesregierung hat das sogenannte Rentenpaket II beschlossen. Damit soll das Rentenniveau in Deutschland für einige Jahre gleichbleiben. Das bedeutet leider auch: An der Höhe der Rentenlücke ändert sich dadurch nichts. Es lohnt sich also, die Frage zu stellen wie sich die Rentenlücke berechnen (und schließen) lässt.


Viele stellen sich den Start in das Rentenalter so vor: Nach dem letzten Arbeitstag beginnt das Leben. Viele Reisen und Ausflüge. Aktivitäten mit Freunden und Nachbarn, endlich viel Zeit für Sport, Veranstaltungen, Konzerte und Events. Das alles kostet aber Geld – und genau das wird für viele knapp. Das Rentenniveau von rund 48 % bedeutet nämlich, dass für viele in Deutschland eine Rentenlücke entsteht.


  • Wie kommt es dazu?

  • Wie hoch ist die Rentenlücke?

  • Was lässt sich dagegen tun?


Was versteht man unter Rentenlücke?


Zunächst aber eine Definition: Was versteht man unter Rentenlücke? Der Begriff bezeichnet den Unterschied zwischen der monatlichen Rente, die man von der staatlichen Rentenversicherung bekommt, und dem Betrag, den man für den eigenen Lebensunterhalt braucht. Die Rentenlücke ist also ein monatlicher Fehlbetrag.


Genau das macht die Rentenlücke so dramatisch. Wenn die Rente nicht reicht, um die monatlichen Ausgaben zu decken, entsteht jeden Monat ein Fehlbetrag. Finanzielle Reserven können so schnell aufgebraucht sein.


Angenommen, die monatliche Rentenlücke beträgt 250 Euro, so ergibt das über 10 Jahre bereits einen Kapitalbedarf von 30.000 Euro.


Dabei ist anzunehmen, – bzw. zu hoffen – dass die meisten länger als 10 Jahre im Ruhestand verbringen können. Doch um den Lebensstandard trotz Rentenlücke zu halten, sind dafür Rücklagen oder zusätzliche Absicherungen möglich.


Das Rentenniveau reicht nicht. Aber: Wie hoch ist die Rentenlücke in Deutschland?


Oft wird die Rentenlücke deutlich höher sein als der Betrag von 250 Euro aus unserem Beispiel. Wer die eigene Rentenlücke berechnen will, wird aber feststellen, dass dies im Detail sehr kompliziert ist.


Im Wesentlichen gilt es zu bedenken:


  • Die Einnahmen sinken deutlich. Die staatliche Rente wird nur einen Teil des bisherigen Nettogehalts ausmachen.

  • Im Alter sinken die Ausgaben etwas. Dennoch sollten Sie mit einem gewissen Niveau rechnen, wenn Sie im Alter gut leben wollen.

  • Einige Abgaben sind im Alter anders. Das betrifft vor allem Steuern und Pflegeversicherung. Für eine genaue Berechnung der Rentenlücke wäre das zu berücksichtigen.


Rentenlücke schließen: Wie viel Rente braucht man, um gut leben zu können?


Zu beachten ist bei der Rentenlücke: Deutschland hat für das Rentenniveau den Wert von rund 48 % festgelegt. Zugleich heißt es: Für den Lebensunterhalt als Rentner sollten Sie mindestens 75 % (manche empfehlen sogar 80 %) des letzten Nettogehalts einplanen.


Also könnte man meinen: Die Differenz zwischen 75 % und 48 % (27 % des Nettogehalts) reichen, wenn man die Rentenlücke schließen will.


Doch so einfach ist es nicht. Denn 48 % sind vor allem ein rechnerischer Wert: Wer das ganze Erwerbsleben lang entsprechend des Durchschnittsgehalts verdient hat, erhält 48 % der Durchschnittsrente. Das beantwortet also noch nicht die Frage „Wie viel Rente braucht man, um gut leben zu können?“


Bedeutet leider: Wer seine Rentenlücke schließen will, muss zunächst die Rentenlücke berechnen.


Nächster Schritt: Rentenlücke berechnen am Beispiel


Wie sieht also die Rechnung aus, wenn Sie Ihre Rentenlücke schließen wollen? Die Beispielrechnung für einen Durchschnittsverdiener zeigt es konkret:


  • Aktuell beträgt der durchschnittliche Bruttoverdienst knapp 3.780 Euro im Monat.

  • Das ergibt netto rund 2.516 Euro.

  • Nach Abzug von 20 % liegt der monatliche Bedarf im Rentenalter bei etwas mehr als 2.000 Euro im Monat.

  • Der Rentenanspruch für einen Durchschnittsverdiener liegt aktuell bei rund 1.760 Euro brutto.

  • Nach Abzug von Krankenversicherung, Zusatzbeitrag, Pflegeversicherung und Steuern bleiben davon knapp 1.285 Euro übrig.

  • Die Rentenlücke für einen Durchschnittsverdiener beträgt also über 728 Euro im Monat. Für 10 Jahre ist das ein Kapitalbedarf von mehr als 87.000 Euro.

Selbst berechnen: Wie hoch ist die Rentenlücke?


Natürlich können Beispiele oder Anleitungen nur einen Anhaltspunkt geben. Die konkrete Berechnung ist sehr individuell, auch weil Rentenansprüche sehr individuell sind. Wir wollen Ihnen aber Möglichkeiten zeigen, sich der Höhe Ihrer Rentenlücke zu nähern.


Dazu brauchen Sie


  • Ihr Nettogehalt. Den Betrag finden Sie in der monatlichen Lohnabrechnung oder bei Ihren monatlichen Zahlungseingängen.

  • Ihre aktuellen Rentenansprüche. Dazu erhalten Sie einmal im Jahr von der Deutschen Rentenversicherung eine Renteninformation. Diese können Sie erneut anfordern, sollte sie Ihnen nicht vorliegen.

  • Ansprüche aus privater Vorsorge. Wenn Sie bereits Ansprüche aus Versicherungen, Vorsorgeverträgen bzw. einer Riester- oder Basis-Rente (Rürup) haben, bekommen Sie auch hierzu eine jährliche Übersicht.


Nun rechnen Sie:


Nettogehalt * 0,8 – (Summe aller Rentenansprüche) * 0,725 = Ihre Rentenlücke


Beachten Sie dabei bitte, dass eventuelle Auszeiten oder Zeiten mit geringerem Verdienst in der Zukunft nicht mitberechnet sind. Sind solche Zeiten geplant, sollten Sie mit einer höheren Rentenlücke rechnen.


Wichtig außerdem: Die grobe Berechnung der Rentenlücke ist umso ungenauer, je mehr Zeit noch zum Rentenalter bleibt. Denn sowohl Gehaltsangaben wie Rentenansprüche sind in der aktuellen Situation berechnet.


Wollen Sie einen genaueren Wert für die Zukunft erhalten, multiplizieren Sie die berechnete Rentenlücke mit einem exponentiellen Inflationsfaktor:


1,02 ^ Anzahl der Jahre bis zur Rente


Die vollständige Formel zur Berechnung der Rentenlücke lautet damit:


Nettogehalt * 0,8 – (Summe aller Rentenansprüche) * 0,725 * 1,02 ^ (Anzahl der Jahre bis zur Rente) = Ihre Rentenlücke im Rentenalter


Zur leichteren Berechnung finden Sie in der Tabelle Beispiele für einzelne Inflationsfaktoren, abhängig davon, wie viel Zeit zur Rente bleibt. Angenommen wird dabei, dass Löhne und Renten etwa in Höhe der Inflationsrate steigen.


Sind es beispielsweise noch 20 Jahre bis zum Rentenalter, sollten Sie die ermittelte Rentenlücke mit 1,49 mal nehmen.

Wichtig zu wissen: Wie kann ich die Rentenlücke schließen?


Ohnehin gilt bei dem Thema: Runden Sie den Betrag ruhig auf und versuchen, etwas mehr Geld für die Altersvorsorge zurückzulegen. Eine klare Antwort auf die Frage „Wie viel Rente braucht man, um gut leben zu können?“ kann nämlich niemand mit Garantie geben.


Wer sich nun fragt „Wie kann ich die Rentenlücke schließen?“ hat dazu einige Möglichkeiten.


  • Die einfachste Maßnahme gegen die Rentenlücke: Mit einem günstigen ETF-Sparplan legen Sie monatlich oder mit Einmalzahlungen Geld zurück, das später als Zusatzrente genutzt werden kann. Dabei bleiben Sie ganz flexibel. growney bietet Ihnen die Möglichkeit, ganz einfach und ohne großen Aufwand von ETF-Anlagestrategien zu profitieren.

  • Andere private Vorsorge: Mit Versicherungen, Vorsorgeverträgen oder einer betrieblichen Altersvorsorge können Sie sich zusätzlich absichern. Dazu gehören auch die Riester- oder Basis-Rente. In der Regel sind Versicherungen teurer und unflexibler als eine ETF-Geldanlage.

  • Zuzahlungen in die Deutsche Rentenversicherung: Möglicherweise können Sie auch Zusatzzahlungen in die Rentenversicherung leisten und damit Ihre Rente erhöhen. Das erfordert aber einigen Aufwand. Zunächst müssen Sie eine Kontenklärung beantragen und dann einen Antrag auf Zahlung von freiwilligen Beiträgen stellen. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen.



Aktienwelt360


Mittlerweile haben viele Deutsche Angst vor der Altersarmut. Noch immer gilt aber auch, dass sie beim Investieren eher in konservative, nicht renditestarke Produkte investieren. Beide Seiten passen nicht wirklich gut zusammen.


Laut einer Umfrage, die der NDR in Auftrag gegeben hat und die mit einer Stichprobe von über 20.000 Teilnehmern durchaus breit angelegt gewesen ist, fürchten viele Deutsche, dass das Geld im Alter knapp werden könnte. So gaben rund 26 % der Befragten an, sich große Sorgen vor Altersarmut zu machen. Weitere 41 % würden sich eher Sorgen machen. In Summe: 67 % der Deutschen und damit zwei Drittel blicken sorgenvoll in ihre finanzielle Zukunft, wenn es um das Thema Rente und Ruhestand geht.


Die Kehrseite ist umso erschreckender. Laut einer Erhebung der Deutschen Bank können rund 17 % der Deutschen (vor allem Geringverdiener) zwar nicht für das Alter vorsorgen. Weitere 22 % der Normalverdiener würden jedoch lieber im Hier und Jetzt ihr Geld ausgeben. Gleichzeitig erschreckend: Lediglich 17,5 % der Deutschen nutzen Aktien aus, um zu investieren. Wir können daher sagen, dass sich die Angst oder die Skepsis vor Aktien weiterhin in der Mitte der Bevölkerung hält. Umso schlimmer ist, dass wir mit konservativen Investitionen kaum die Altersarmut schließen können. Wenn jeder Deutsche laut Statistischem Bundesamt 260 Euro pro Monat spart, so sind das zwar 2.600 Euro im Jahr und 78.000 Euro in 30 Jahren (bei keiner Rendite). Bei einer Entnahmerate von 4 % pro Jahr könnte man sich damit aber ebenfalls lediglich 260 Euro pro Monat entnehmen. Das ist wirklich wenig und dürfte kaum ausreichen, um die Altersarmut zu bekämpfen und die Rentenlücke zu schließen.


Allerdings nutzen viele hierzulande lediglich das Sparen und konservative Investitionen, um vorzusorgen. Das ist gefährlich. Es reicht häufig nicht, um eine Rentenlücke zu schließen. Der Aktienmarkt mag zwar volatil sein, ermöglichte aber im langfristigen Vergleich Renditen zwischen 7 und 9 % pro Jahr. Wer jedoch über 30 Jahre versucht, die Altersarmut zu bekämpfen, hat eine große Chance, sich mit einem kostengünstigen Indexfonds oder ETF der durchschnittlichen Rendite zu nähern. Zum Vergleich: Damit würden aus 260 Euro Einsatz pro Monat und 7 % pro Jahr über 30 Jahre 305.000 Euro Vermögen. Bei einer Entnahme von 4 % pro Jahr könnten ca. 1.000 Euro Zusatzeinkommen im Monat möglich sein. Überlege daher besser, wovor du Angst hast. Die Altersarmut ist erschreckend, der Aktienmarkt meiner Meinung nach nicht. Vincent Uhr



PLATOW Börse Weekend Edition


Wall Street im Bann von Washington


Der Aktienmarkt ist nicht die Wirtschaft. So lautet eine alte Börsenweisheit, die aufgrund der stark auf die Zukunft gerichteten Perspektive des Kapitalmarkts ihre Berechtigung hat. Es lässt sich jedoch beobachten, dass die Wirtschaft zunehmend durch den Kapitalmarkt bestimmt wird.

Kaum zeigte der S&P 500 im April etwas Schwäche, kühlten sich auch Wirtschaftsindikatoren deutlich ab. So brach der S&P Purchasing Manager Index von zuvor 51,9 auf 49,9 ein und befindet sich damit in der Kontraktionszone.

Die Gründe für die mittlerweile enge Koppelung der wirtschaftlichen Indikatoren an die Entwicklung des US-Aktienmarktes sind vielfältig. Der Kapitalmarkt ist mittlerweile mit 185% des BIP fast doppelt so groß wie die Realwirtschaft. Der sogenannte Buffett-Indikator nähert sich seinen historischen Rekordständen (jetzt frei zugänglich: "Warum Buffetts Lieblings-Indikator uns nicht alles sagt"). Die Vergütung von US-Führungskräften hängt derweil zunehmend vom Aktienkurs ab – ein Phänomen, das als „Hyper-Financialization“ bekannt ist. Auch die US-Haushalte halten knapp 40% ihres Vermögens in Aktien. Das ist so viel wie zu den Zeiten der Dot-Com-Blase zum Ende der 1990er-Jahre, wodurch auch die Konsumlaune der Amerikaner maßgeblich vom Auf und Ab der Aktienkurse geprägt wird.

Vor der US-Wahl kann sich Präsident Joe Bidens Regierung keinen schwächelnden Aktienmarkt erlauben. Finanzministerin Janet Yellen schwingt sich daher schon bei kleinsten Verwerfungen mit deutlichen Worten – auch gegenüber Notenbank-Chef Jerome Powell – zur Dirigentin des Börsenfeuerwerks auf.

Die hohen Zinsen hat die US-Regierung mit massiven Neuverschuldungen überkompensiert, um die Wirtschaft anzukurbeln. Gleichzeitig nutzt die staatlich geförderte Hypothekenbank Freddie Mac attraktive Konditionen für Zweithypotheken, um das hohe Eigenkapital im US-Immobilienmarkt in eine stimulierende Liquiditätsspritze umzuwandeln. Maßnahmen, die eigentlich für Wirtschaftskrisen vorgesehen waren, gehören in Washington mittlerweile zum Tagesgeschäft. Eine Sorglosigkeit, die langfristig an der Wall Street immer ihren Preis gefordert hat, greift um sich.

Doch die Party ist im Hier und Jetzt. Der Dollar beginnt zum Euro zunehmend diese Sorglosigkeit zu sanktionieren.



KURIER


Bilanziert

86 Prozent der Österreicher sorgen finanziell vor


Die Absicherung ihrer Kinder ist Eltern laut einer Umfrage wichtig. Das Vertrauen in die staatliche Vorsorge ist niedrig, das Wissen in Vorsorgefragen auch. Robert Kleedorfer



PLATOW Börse Weekend Edition


Wie gut versteht der Markt die Fed?


„Ich weiß, dass Sie denken, Sie verstehen, was Sie glauben, dass ich gesagt habe. Aber ich bin nicht sicher, ob Ihnen klar ist, dass das, was Sie gehört haben, nicht das ist, was ich meinte.“ Mit diesem bekannten Bonmot soll der frühere Fed-Gouverneur Alan Greenspan einem US-Senator bei einer Anhörung verdeutlicht haben, dass er sich gerne komplex und mehrdeutig ausdrückt, um sich einen Ermessensspielraum für die Zinsentscheidungen der von ihm von 1987 bis 2006 geführten US-Notenbank zu bewahren.


Sein Nachfolger Ben Bernanke (2006 bis 2014) setzte sich bewusst von Greenspan ab und etablierte die heute von den Märkten so geschätzte klare und transparente Kommunikationsweise. Er führte regelmäßige Pressekonferenzen ein und setzte verstärkt auf eine „Forward Guidance“, um den Märkten Hinweise auf die zukünftige geldpolitische Ausrichtung zu geben. Janet Yellens Amtszeit (2014 bis 2018) war geprägt von einer einfachen, aber präzisen Sprache, bei der jede kleine Veränderung des Satzbaus oder die Verwendung eines neuen Begriffs Signalwirkung erhielt. Jerome Powell (seit 2018) wiederum hat Yellens Ansatz weiterentwickelt, Zinsentscheidungen von der Entwicklung bestimmter fundamentaler Daten (derzeit der Anstieg der persönlichen Konsumausgaben, kurz PCE) abhängig zu machen.


Die Fed hat sich in den vergangenen 20 Jahren also alle Mühe gegeben, „besser“ von den Märkten verstanden zu werden. So ganz geglückt ist das noch nicht. Wie eine Studie von HQ Trust zum Zeitraum ab 2005 (also ab Bernanke) zeigt, gelang es den Marktteilnehmern, im Schnitt etwa 14 Wochen vor der nächsten FOMC-Sitzung die kommende Entscheidung korrekt zu prognostizieren. Am besten lagen sie dabei bei unveränderten Leitzinsen (24 Wochen). Bei sinkenden Notenbankzinsen, wie sie aktuell erwartet werden, war dagegen erst etwa vier Wochen vor der Sitzung klar, dass ein Lockerungsschritt ansteht. kdb



Finanzmarktwelt


Die drastischen Sparmaßnahmen des Anarcho-Kapitalisten Javier Milei, der im November 2023 Präsident von Argentinien wurde, zeigen offenbar Wirkung. Die Inflation sinkt spürbar, so konnte man inzwischen mehrmals den Leitzins senken, jetzt erneut. Insgesamt sinkt er seit November von 133 % auf 40 %. Claudio Kummerfeld (Quelle: FMW/Bloomberg)







Kennen Sie den Spruch: »Eine Bank leiht Ihnen bei schönem Wetter einen Regenschirm und verlangt ihn bei Regen wieder zurück«? Naja, das ist ein wenig ironisch gemeint, aber im Grunde genommen denken viele so über das Geschäftsgebaren von Banken und Kapitalanbietern, die sich in den Augen vieler Menschen nur auf Kosten ihrer Kunden bereichern. Und tatsächlich gibt es große Unterschiede zwischen Beratern und »Beratern«.


Natürlich sind nicht alle Bank- und Finanzberater per se »schlecht«, aber im Grunde genommen dienen sie ihrem Arbeitgeber und nicht ihren Kunden. Anders formuliert: Ihr Beratungsgeschäft ist provisionsgetrieben. Empfohlen wird oft, was besonders hohe Provisionen einbringt.


Wenn Bankberater zu Verkäufern werden


Fallen Sie als Sparer und Anleger nicht auf das Argument angeblich »kostenloser Beratung« herein. Am Schluss zahlen immer Sie, denn die Berater sind ihrer Bank oder ihrem Finanzunternehmen verpflichtet und nicht den Kunden. Hier die Checkliste, wie Sie die Tricks der Berater erkennen und wie Sie sich bei einem Gespräch verhalten sollten.


Die Tricks der Berater


Eine gängige Devise lautet: »Mache keine Geschäfte mit Leuten, denen du nicht trauen kannst«. Das Argument »kostenlose Beratung« haben Sie sicher schon einmal von Ihrem Bank- oder Finanzberater gehört. Tatsächlich ist die Beratung häufig mit keinen Kosten verbunden, aber sobald Sie einen Vertrag abschließen, werden Sie dafür zur Kasse gebeten – und zwar kräftig. Dann zahlen Sie nämlich über die Provision auch für jene »kostenlosen« Beratungsgespräche mit, bei denen kein Vertrag zustande kam. Beratungskosten sind also in den allermeisten Fällen bei einem Abschluss bereits einkalkuliert. Viele der sogenannten »Berater« sind in Wirklichkeit also »Verkäufer«, auch das sollten Sie wissen.


Immer mehr Berater stehen nämlich unter einem enormen Druck. Bankkaufleute müssen Umsatzquoten erfüllen und Monat für Monat bestimmte Produkte an den Mann oder die Frau bringen. Freie Berater sind noch mehr auf Provision angewiesen, weshalb sie gerne Produkte anbieten, bei denen sie die maximale Vergütung erhalten. Meist sind das Lebensversicherungspolicen, Krankenversicherungen oder Ähnliches.


Die meisten Berater sind in Wirklichkeit Verkäufer


Was viele nicht wissen: In den meisten Geldhäusern gibt es den sogenannten »Anlageausschuss«, der seinen Beratern genau vorgibt, welche Produkte sie verkaufen sollen, auch wenn das der Berater anders sieht.


Beispiel: An ETFs (börsengehandelte Indexfonds, die die Wertentwicklung bekannter Marktindizes 1:1 abbilden) verdient ein Bankhaus relativ wenig. Stattdessen wird der Berater angehalten, klassisch gemanagte Fonds mit Ausgabeaufschlag (einmalige Gebühr beim Kauf von Fondsanteilen) sowie laufenden Gebühren zu verkaufen. Daran verdienen die Bank und die Berater. Das Spiel geht noch weiter, denn in regelmäßigen Abständen wird der Berater den Kunden anrufen und ihm empfehlen, das Depot umzuschichten, und so verdient er erneut Provision.


Der Berater empfiehlt oft Produkte mit hoher Provision und nicht in erster Linie das, was er selbst kaufen würde. Das Motto in vielen Geldhäusern: Gewinn für die Bank, erst danach kommt die Rendite für den Kunden. Und deshalb gibt der Anlageausschuss auch vor, was die Berater in erster Linie verkaufen müssen und welche Zahlen man von ihnen bis zum Ende des Monats erwartet.


Checkliste zu einem Beratungsgespräch


Deshalb Achtung: Lassen Sie sich nicht austricksen. Ich weiß, das ist einfacher gesagt als getan – trotzdem kann man sich einige Gedanken machen und nachfragen:


  • Wer ist der Verkäufer?

  • Welche Qualifikation besitzt er?

  • Weshalb hat er Kontakt aufgenommen?

  • Analysiert er zunächst meine finanzielle Situation?

  • Ist er wirklich an meinen Zielen interessiert?

  • Wie wird mein Bedarf mit dem angebotenen Produkt gedeckt?

  • Ist er wirklich »unabhängig«, oder nur Produktverkäufer einer Versicherung, Bausparkasse oder Investmentgesellschaft?


Aber auch Sie selbst sollten sich schon vor dem Gespräch über folgende Punkte im Klaren sein:


  • Was erwarten Sie von der Beratung?

  • Wie ist Ihre derzeitige finanzielle Situation?

  • Was haben Sie als Nächstes vor?

  • Was sind Ihre langfristigen Ziele?

  • Haben Sie sich und Ihre Familie gegen Risiken abgesichert?


Weitere »Fallen«, auf die Sie aufpassen müssen:


  • Geringfügige Zinsen

  • Nichtbeachtung von Inflation und Steuern

  • Teilweise hohe, versteckte Kosten

  • Produkte sind bei Abschluss bereits ein Verlustgeschäft

  • Lange Laufzeit

  • Falsche Renditeversprechen

  • Keine zielgerichtete Beratung

  • Stornierung ist mit enormen Kosten verbunden

  • Häufig falsche Widerrufsbelehrungen

  • Häufig falsche Rückkaufswertberechnungen


So fallen Sie nicht herein


Meine Tipps zum Umgang mit einem Berater sind folgende:


  • Seien Sie wachsam.

  • Machen Sie Notizen über das Gespräch.

  • Lassen Sie auch den Berater dafür unterschreiben.

  • Testen Sie den »Berater« (der es seinen Aussagen nach ja eigentlich gut mit Ihnen meint) und schließen Sie beim ersten Treffen keinen Vertrag ab. Wie ist seine Reaktion? Freundlich, verständnisvoll oder verärgert, weil er wiederkommen muss und heute keine Provision verdient hat?

  • Errechnen Sie, ob Sie sich das angebotene Produkt oder die Geldanlage überhaupt »leisten« können.

  • Errechnen Sie Ihren »Wert«: Ziehen Sie die Schulden von dem ab, was Sie besitzen.

  • Achten Sie auf das Kleingedruckte.

  • Prüfen Sie Gebühren und Kosten.


Achten Sie vor allem darauf, dass Ihre Geld- und Vermögensanlagen »krisensicher« sind, wenn Sie nicht alles verlieren wollen, denn in den heutigen Zeiten weiß man ja nie. In meinem neuen Buch Der kommende Bankencrash und wie Sie sich davor schützen können gehe ich genau auf dieses Thema ein und gebe dazu viele Praxis-Tipps, die schnell und einfach umsetzbar sind.


Verbraucherschutz mangelhaft


Obwohl Bundesbürger durch schlechte Finanzberatung jährlich rund 30 Milliarden Euro verlieren, beschränkt sich der Verbraucherschutz nur auf Folgendes:


  1. Beratungsprotokolle: Berater müssen über ihre Beratungsgespräche umfangreiche Protokolle erstellen und sie dem Kunden aushändigen. Dadurch sollen Falschberatungen minimiert werden. Problem: Viele Kunden unterschreiben die Protokolle, obwohl sie nicht wirklich verstanden haben, um was es geht.

  2. Produktinformationsblätter: Produktinformationsblätter müssen bei Anlageprodukten ausgehändigt werden. Darin soll über Kosten, Risiken und Chancen informiert werden. Problem: Papier ist geduldig, die Informationsblätter werden von den Anbietern selbst erstellt.

  3. Beratungsregister: Berater müssen in einem Register geführt werden, das von der Finanzaufsicht beaufsichtigt wird. Hierin werden Kundenbeschwerden vermerkt. Informationen zum sogenannten »Vermittlerregister« sind hier abzurufen: https://www.vermittlerregister.info/.


Mein Fazit: Die meisten Beratungen sind nicht neutral. Wollen Sie absolute Neutralität, müssen Sie zu einem Honorarberater gehen, der keine Provision erhält, dafür aber Stundensätze von ca. 150 Euro plus Mehrwertsteuer (Branchenschnitt) verlangt.



Heibel-Ticker


Wenn gute Nachrichten nicht mehr zu Kursanstiegen führen, dann ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Rally zu alt wird. Die Party ist vorbei, leichte Katerstimmung macht sich breit.

impulse


Fast nichts zermürbt Mitarbeitende so sehr wie Doppelarbeit, zu hohe Belastungsspitzen, schlechte Absprachen, sinnlose Abstimmungsschleifen und langsames Vorankommen bei gleichzeitig hoher Arbeitsbelastung.


Und fast nichts trägt mehr zur Mitarbeiterzufriedenheit bei als: einfach in Ruhe arbeiten zu können.

Als Führungskraft ist es daher unsere Aufgabe, Geschäftsprozesse

  • zu vereinfachen (weniger Hin und Her)

  • einheitlich zu dokumentieren (weniger Schulungsaufwand und Absprachen)

  • klar zu kommunizieren (weniger Missverständnisse, bessere teamübergreifende Zusammenarbeit). Nicole Basel



General-Anzeiger


Mit einem neuartigen K.-o.-Tropfen-Tester haben sechs Schülerinnen des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums den Regionalentscheid des Wettbewerbs „Business@school“ gewonnen. Sechs Schülerinnen im Alter von 16 und 17 Jahren entwickelten einen Strohhalmaufsatz, mit dem Gäste in einem Club oder in einer Bar ihr Getränk schnell und unkompliziert auf K.-o.-Tropfen testen können. Die jungen Unternehmerinnen wollen ihr Produkt direkt an Clubs und Bars verkaufen, über ihren Webshop und Drogeriemärkte aber auch an Endkunden. Was im Moment noch eine Geschäftsidee rund um ein sinnvolles Produkt ist, könnte bald Wirklichkeit werden. Sascha Stienen

biallo.de


EM 2024: Was kosten die Unterkünfte in den Austragungsstädten?


Die Fußball-Europameisterschaft 2024 zieht Millionen von Fans aus aller Welt an, die ihre Teams in den Stadien unterstützen wollen. Allein in Berlin werden rund 2,5 Millionen Fans erwartet. Der Ansturm erhöht die Nachfrage nach Unterkünften und treibt die Preise für die Schlafgelegenheiten in die Höhe. Wie viel müssen Fans für eine Übernachtung zahlen und wo gibt es noch erschwingliche Hotels während der Spieltage?


Nicht nur die Fußballfans müssen tief in die Tasche greifen. Auch die Austragungsstätten haben ordentlich in die Fußball-EM 2024 investiert.


Preisvergleich der Hotels in den EM-Städten


Betway, ein führender Anbieter von Online-Sportwetten, hat die Hotelpreise in allen Austragungsstädten der EM 2024 untersucht. Die Daten stammen von Google Hotels und umfassen die durchschnittlichen Übernachtungskosten in 3- bis 4-Sterne-Hotels. Diese wurden mit den üblichen Preisen im Juni und Juli verglichen. Hier sind die Ergebnisse:



Die günstigsten Städte für eine Übernachtung


Leipzig bietet mit 186 Euro pro Nacht die günstigsten Hotelpreise während der Fußball-Europameisterschaft an. Auch außerhalb des Turniers ist Leipzig eine der preiswertesten Städte, mit durchschnittlichen Zimmerpreisen von 110 Euro im Sommer.


Knapp dahinter folgen Hamburg und Frankfurt mit 187 Euro beziehungsweise 188 Euro pro Nacht. Besonders bemerkenswert ist Hamburg, das trotz seiner normalerweise hohen Unterkunftskosten während der EM 2024 nur eine moderate Preissteigerung von 37 Prozent verzeichnet.


Städte mit den höchsten Preiserhöhungen


Fußball-Fans in Dortmund und Stuttgart müssen mit den höchsten Preisanstiegen rechnen. In beiden Städten steigen die Hotelpreise um über 130 Prozent, mit durchschnittlichen Kosten von bis zu 255 € pro Nacht.


In Berlin, München und Düsseldorf steigen die Preise um etwa 80 Prozent. Die durchschnittlichen Zimmerpreise während der Fußball-Europameisterschaft liegen in diesen Städten zwischen 221 Euro und 224 Euro. Franziska Baum



TagesAnzeiger


Gratis-Zugfahrten: Forschende der ETH Zürich tricksen SBB-App aus


Forschende der ETH Zürich haben in einem Experiment die Easyride-Funktion der SBB ausgetrickst und sind damit gratis Zug gefahren. Mittlerweile sei diese Schwachstelle aber behoben, teilte die Hochschule am Mittwoch mit. Die Forscherinnen und Forscher manipulierten für den Test die Standortdaten eines Smartphones. Mit der Easyride-Funktion können Reisende über die SBB-App ein- und auschecken. Die App ermittelt dann die gefahrene Strecke und bucht das passende Billett im Nachhinein.



WiWo


Schwacher Yen: So günstig ist die Reise nach Tokio


Die japanische Währung ist nicht mehr günstig – sie ist spottbillig. Auf zur Tour durch Tokio. Die Preise sind teilweise kaum zu glauben. Marlon Bonazzi

Finanzbrief


Auch für das 1. Quartal 2024 vermeldet der Verband der Deutschen Pfandbriefbanken (vdp) noch fallende Preise für Häuser und Wohnungen. Seine Zahlen sind besonders aussagekräftig, da es sich um tatsächliche Erwerbe handelt und keine Zahlen aus Inseraten oder Angeboten gefischt werden, die sich nach Preisverhandlungen noch erheblich verändern könnten. Insgesamt sank der Immobilienpreis-Index um weitere 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Wohnimmobilien setzten um 4,3 % zurück. Selbstgenutztes Wohneigentum verlor dabei im Schnitt 3,9 %. Eigentumswohnungen gaben mit 4,6 % etwas mehr nach als Ein- und Zweifamilienhäuser, die etwa 3,7 % an Wert einbüßten. Die Preise von Mehrfamilienhäusern sanken mit 4,7 % etwas stärker als die von selbst genutztem Wohneigentum. Positiv für Vermieter: Die Neuvertragsmieten erhöhten sich um durchschnittlich 5,6 %.


Der Preisverfall bei Gewerbeimmobilien lag höher als bei Wohngebäuden. Auf Jahressicht verloren Gewerbeimmobilien im Schnitt 9,6 %. Seit dem Höchststand der festgestellten Preise vom zweiten Quartal 2022 haben sie rund 17,2 % eingebüßt. Büroimmobilien (Trend zum Homeoffice) verloren auf Jahressicht 9,9 %. Einzelhandelsimmobilien (Trend zum Online-Shopping) verbilligten sich um 8,9 %. Immerhin: vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt sieht eine allmähliche Preisstabilisierung bei Wohnimmobilien. Die Bodenbildung bei Gewerbeimmobilien dürfte sich allerdings noch hinziehen. Der Wohnungsmarkt bleibt vorerst angespannt, die meisten Experten sehen noch Luft nach unten. Die Bundesbank setzt die Preise am Markt ins Verhältnis zur Entwicklung von Einkommen, Mieten und der Inflation. Das Abwärtspotential könnte noch um die 5 bis 10 % betragen.

news.de


Lettland-Präsident prophezeit Putin-Angriff auf Moldawien, Zentralasien und den Kaukasus

Aus diesem Grund wird der russische Präsident nach Ansicht von Edgars Rinkēvičs alles daran setzen, um das russische Reich wieder aufzubauen. Laut dem Lettland-Präsidenten wird Putin als nächstes Moldawien, den Kaukasus und Zentralasien angreifen, um Landraub im "Hitler-Stil" zu betreiben. Vor allem die Länder Armenien, Aserbaidschan und Georgien, aber auch Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan könnten auf Putins Angriffsliste stehen.

ntv NEWSLETTER


"Böses Erwachen mit Scholz"


Erster SPD-Politiker sieht Pistorius als Kanzlerkandidaten


In Umfragen zur Beliebtheit liegt der Kanzler schon lange weit hinter dem Verteidigungsminister. Ein sächsischer SPD-Politiker fordert Konsequenzen: Die Partei habe nur mit einem Kanzlerkandidaten Pistorius Chancen auf den Wahlsieg. Scholz habe an der Basis schon zu viel Kredit verspielt.



TagesAnzeiger


Fifa streicht Standort Zürich aus Statuten


211 Mitgliedsländer stimmten bei einem Kongress in Bangkok für die Änderung der Statuten der Fifa, die es ermöglicht, den Hauptsitz aus Zürich zu verlegen. Verschiedene Standorte wie Paris, Miami und Jakarta wurden bereits als Zweigstellen etabliert. Trotz der Entscheidung beteuert Fifa-Mediendirektor Bryan Swanson, dass der Verband weiterhin glücklich in der Schweiz sei. Die Stadt geht davon aus, dass die Fifa bleibt. Die Entfremdung des Fussballverbands und der Schweiz begann aber schon vor Jahren.


Anmerkung der Redaktion: Wer sind die nächsten Firmen, die die Schweiz verlassen wollen?



TagesAnzeiger


Bundesstrafgericht verurteilt früheren Innenminister Gambias zu langer Haftstrafe


Das Bundesstrafgericht hat den ehemaligen Innenminister Gambias, Ousman Sonko, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in seinem Heimatland zu 20 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen Sonko, der unter Präsident Yahya Jammeh von 2006 bis 2016 Innenminister war, wurde am Mittwoch im Gerichtssaal in Bellinzona verlesen. Die Entscheidung zeige, dass niemand über dem Gesetz stehe, teilte die Organisation Trial International mit, die die Vorwürfe gegen ihn vorgebracht hatte. Sonko war im November 2016 in der Schweiz festgenommen worden, nachdem er dort zwei Monate zuvor Asyl beantragt hatte. Pascal Steiner



Reitschuster.de


Razzien, Polizeibesuche, Strafverfahren und Disziplinarmaßnahmen:


Einschüchterungsaktionen gegen Kritiker der Regierung und Andersdenkende werden immer häufiger. Ekaterina Quehl



Börsen-Zeitung


Europawahl 2024


Ehemaliges heimliches Machtzentrum


Der EU-Währungsausschuss hat seinen Nimbus verloren


Der Wirtschafts- und Währungsausschuss galt lange Zeit als wichtigster und einflussreichster Ort des EU-Parlaments. Diesen Nimbus hat der Econ verloren. Kann die nächste Generation an Finanzpolitikern dies wieder ändern?



Süddeutsche Zeitung


Datenschützer verklagt BND


Der scheidende Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber verklagt den BND. Es gehe um die Überprüfung eines Systems, mit dem der BND nicht-deutsche Personen im Ausland überwacht. Für solche Überwachungen bedürfe es einer Anordnung der BND-Leitung. Diese Anordnungen habe der BND nicht zeigen wollen. („Wie geheim darf ein Geheimdienst sein?“)



SZ am Abend


Im vergangenen Jahr haben gut 200'000 Einwanderer einen deutschen Pass bekommen. Menschen mit 157 unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten waren dabei. Die fünf häufigsten waren Syrien, die Türkei, Irak, Rumänien und Afghanistan. Mehr als 80 Prozent davon behielten zusätzlich ihre ursprüngliche Staatsbürgerschaft.



idw-online.de


Die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre ist nur eine Option, aber keine Garantie für die Unterstützung von Demokratie und demokratischen Parteien. Das zeigt eine neue Studie des Politikwissenschaftlers Thomas König und seines Co-Autors Stefan Eschenwecker von der Universität Mannheim. https://idw-online.de/de/news834234



Weltwoche


Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts setzte in Deutschland ein säkularer Geburtenrückgang ein, der die Zahl dauerhaft unter das Bestandserhaltungsniveau absenkte. 1964 wurden in Deutschland noch 1,4 Millionen Kinder geboren. 2023 waren es weniger als 700000, und davon entfiel die Hälfte auf Mütter mit Migrationshintergrund. Die Babyboomer nähern sich jetzt dem Rentenalter. Die Jahrgangskohorten der Nachrücker sind durchweg um 40 bis 50Prozent kleiner. Die jährliche Lücke von rund 500000 kann allenfalls teilweise durch ausreichend qualifizierte Zuwanderung ausgefüllt werden. So gerät in der gesetzlichen Rentenversicherung die Balance zwischen Beitragszahlern und Rentnern immer mehr aus dem Gleichgewicht. Der Beitragssatz von 18,5 Prozent in der gesetzlichen Rentenversicherung ist seit vielen Jahren nur deshalb haltbar, weil der Staat immer mehr aus der Staatskasse zubuttert. 2022 lebte die gesetzliche Rentenversicherung schon zu über 30 Prozent von Staatszuschüssen. Jährlich fliessen in Deutschland rund 180 Milliarden Euro aus dem Staatshaushalt in die Sozialversicherung, denn nicht nur die Rentenversicherung, sondern auch die Kranken- und die Pflegeversicherung sind finanziell notleidend und kommen ohne ständig wachsende Staatszuschüsse nicht mehr über die Runden.


Die jetzige Situation gleitet seit Jahrzehnten wie ein Eisberg auf Deutschland zu und löste viele Diskussionen und Reformanstrengungen aus. Die rot-grüne Bundesregierung unter Bundeskanzler Schröder baute schliesslich nach intensiven Debatten 2004 einen Nachhaltigkeitsfaktor in die Formel zur Berechnung der Rentenhöhe ein. Die Last der demografischen Verschiebungen sollte so zwischen Beitragszahlern und Rentnern ausgewogen verteilt werden. Schon unter Bundeskanzlerin Merkel wurde der Nachhaltigkeitsfaktor allerdings wiederholt ausgesetzt, und jetzt wurde er durch die jüngste Rentenreform der Bundesregierung ganz abgeschafft. Zunächst bis 2040 wird für den Standardrentner ein Rentenniveau von 48 Prozent garantiert. Die Menschen im Rentenalter stellen halt im überalterten Deutschland das grösste Wählerpotenzial, und sie haben die höchste Wahlbeteiligung. Die Finanzierung bleibt offen. Nach Lage der Dinge kann sie nur durch weiter steigende Staatszuschüsse und/oder durch steigende Sozialbeiträge gesichert werden. So oder so ist die politische Botschaft der rot-grün-gelben Bundesregierung klar: Das immer kleiner werdende Potenzial der Erwerbstätigen soll zahlen, entweder durch mehr Steuern oder mehr Sozialbeiträge.


Dabei ist die direkte Abgabenbelastung heute schon in Deutschland im internationalen Vergleich sehr hoch. Die Folge: Viele Menschen überlegen sich genau, wie viel bezahlte Arbeit sich für sie noch lohnt. Die Zahl der Arbeitsstunden pro Erwerbstätigen ist auch aus diesem Grund in Deutschland um 30 Prozent niedriger als in der Schweiz oder in den USA. Die Schweizer Wirtschaft darf sich freuen: Auch künftig wird es viele qualifizierte Deutsche in die Schweiz ziehen, wo sie auf deutlich höhere Einkommen deutlich weniger Abgaben zahlen müssen als in Deutschland. Aber die qualifizierten Arbeitskräfte aus aller Welt, die Deutschland so heiss ersehnt und wegen seiner demografischen Lücke so dringend braucht, werden mit Blick auf das Gehaltsnetto auf ihrem Lohnzettel dann doch lieber in die USA, nach Grossbritannien oder in die Schweiz gehen als nach Deutschland.



Für Deutschland bleiben die internationalen Asylantenströme, die überwiegend von Transfereinkommen leben. Sie können sich dann zusammen mit den Rentnern um den deutschen Staatskuchen streiten, während die Infrastruktur weiter verkommt, der Bundeswehr die Ausrüstung fehlt und die deutschen Realeinkommen im internationalen Vergleich immer weiter zurückfallen. Die SPD hofft offenbar, sich bei der Bundestagswahl 2025 mit Hilfe der dankbaren Rentner weiter an der Macht zu halten. So könnte ein Bundeskanzler Scholz weitere vier Jahre den deutschen Niedergang verwalten und das Asyl-paradies auch noch zur Rentnerfestung ausbauen. Es ist zu hoffen, dass ihm der Wähler einen Strich durch die Rechnung macht – vielleicht, weil dem deutschen Rentner das langfristige Wohl seiner Enkel doch wichtiger ist als unfinanzierbare Staatsgeschenke auf Kosten der Zukunft. Thilo Sarrazin



Netzpolitik.org


Heimliche Gesichtserkennung auch in Niedersachsen


In verschiedenen Bundesländern stellt die sächsische Polizei eine verdeckte Kamera am Straßenrand auf, um vorbeifahrende verdächtige Personen zu ermitteln. Nun gibt es Details zu der Technik, deren Einsatz zuerst in Berlin bekannt wurde.


***


EU-Staaten wollen Zugriff auf verschlüsselte Daten und mehr Überwachung


Die meisten Mitgliedstaaten der EU begrüßen die Forderungen einer Expertengruppe nach mehr Überwachung. Das Gremium war im Vorfeld als parteiisch und einseitig besetzt kritisiert worden. Dennoch gibt es kaum Widerspruch gegen die Empfehlungen des Gremiums, wie ein geheimes Protokoll zeigt.


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Europol-Attacke gegen Verschlüsselung


In einem Bericht zum Thema Verschlüsselung gibt sich Europol wissenschaftlich, hat aber eine klare Agenda: Die europäische Polizeibehörde möchte Zugang zu verschlüsselten Informationen.


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CCC gegen Weitergabe von staatlichen Biometrie-Daten an private Unternehmen


Um angeblich eine Minute beim Einchecken am Flughafen einzusparen, will die Bundesregierung Fluglinien erlauben, auf die biometrischen Reisepass-Daten zuzugreifen. Der Chaos Computer Club fordert die Streichung der Pläne, sie würden einen gefährlichen Präzendenzfall schaffen. Martin Schwarzbeck



Nau.ch


Wenn ich jetzt die Zeitungen und die Äusserungen darin lese, frage mich schon: Wer steigt eigentlich freiwillig zu einem kranken Patienten ins Bett?


Deutschland – die grösste Volkswirtschaft der EU – hat gewaltige Probleme. Die Regierung muss mit einem Notbudget arbeiten. Das Land ist hochverschuldet. Die Wirtschaft steckt in der Rezession. Deutschland ist der Zahlmeister der EU – hat aber selber kein Geld mehr.


Trotzdem wollen der Bundesrat und die anderen Parteien unser Land an die Krisen-EU anbinden. Im Eiltempo soll ein Rahmenabkommen durchgedrückt werden. Das heisst: Die Schweiz müsste EU-Recht übernehmen und sich dem Europäischen Gerichtshof unterstellen.


Die EU befiehlt, die Schweiz vollzieht. Das wäre auch das Ende unserer direkten Demokratie, welche doch immer alle Parteien gerne so hoch loben.


Wenn die Politik auf dem Irrweg ist, muss die Bevölkerung eingreifen. Hören wir auf die Gewerbevertreter aus Deutschland, die uns warnen, näher an die EU zu rücken. Schauen wir die verzweifelten Gesichter der demonstrierenden Bauern an. Oder die einfachen Arbeiter und Familien, die ihre Rechnungen für Strom und Heizung nicht mehr bezahlen können.

Die linksgrüne «Klimapolitik» hat für die zweithöchsten Strompreise weltweit gesorgt. Und die EU-Bürokraten in Brüssel haben bestimmt noch zahlreiche weitere solche weltfremden Ideen in ihren Köpfen.


Unser Erfolgsrezept sind anständige Beziehungen mit den Nachbarländern und der ganzen Welt. Aber unabhängig und selbstbestimmt.


Verzichten wir auf das Schulterklopfen der EU-Bürokraten. Und folgen wir nicht den Managern der internationalen Grosskonzerne, die nur auf ihre eigenen Vorteile schauen. Sie wissen gar nicht, warum die Schweiz erfolgreicher ist.


Weil wir ein besseres politisches System haben, mit direkter Demokratie und Föderalismus statt Zentralismus. Ein Rahmenabkommen mit der EU würde die Grundlagen der Schweiz zerstören. Manuel Strupler (SVP, Nationalrat)








Die Lust am Verbieten


Jede Zeit hat offenbar ihr bevorzugtes Feindbild. Nachdem sich der öffentliche Rochus auf sogenannte SUV-Fahrzeuge ein wenig gelegt hatte und die vor ein paar Jahren verbreitete „Flug-Scham“ in einem neuen Flugreise-Boom endete, ist nun das Einfamilienhaus an der Reihe, weil es „ineffizient und klimaschädlich“ sei. Sein Bodenverbrauch sei im Vergleich zum Mehrfamilienhaus enorm, es hätte einen höheren Energiebedarf und sei mit oft nur ein bis zwei Bewohnern „unterbelegt“. In der Mehrheit trifft man mit diesen Vorwürfen – vor allem dem der „Unterbelegung“ – alte und manchmal auch kranke Menschen, die nach dem Auszug der Kinder in „zu großen“ Häusern verblieben (und diese ordentlich heizen, weil mit dem Alter in der Regel auch das Wärmebedürfnis steigt). In Deutschland versucht man, sie mit irrsinnigen Sanierungszwängen und Heizungsvorschriften zum Verkauf ihrer Häuser und dem Auszug zu bringen. Die Kritik an einer derartigen Ver- und Gebotspolitik und das Aufzeigen der praktischen Konsequenzen ist das eine. Doch wer entscheidet eigentlich darüber, was die Bürger brauchen und wofür sie große Teile ihrer hart erarbeiteten Ersparnisse ausgeben sollen? In der ehemaligen DDR war dies das Politbüro, das z.B. befand: „Der Trabant in seiner derzeitigen Form ist für die Bevölkerung ausreichend.“ Die Entwicklung moderner Fahrzeuge wurde damit unmöglich gemacht und das Ende der Geschichte konnten wir 1989 – sofern man damals bereits lebte – miterleben. Und betrachtet man die Kraftfahrzeugtechnik, hat sich jetzt leider auch hier wieder viel zum Schlechteren verändert. Nur sind es jetzt keine Politbüro-Mitglieder mehr, sondern mehrheitlich grün angehauchte Funktionäre, die nach bestenfalls 20 Semestern Gender-„Wissenschaft“ gestandenen Ingenieuren und Unternehmenslenkern erklären wollen, welche Antriebsarten nach ihrer Auffassung nie funktionieren können und welche vorzuziehen seien. Im Ergebnis kündigten die meisten europäischen Autobauer an, Verbrennungsmotoren aus ihrem Angebot zu streichen und nur noch das politisch Gewünschte anzubieten, ohne auf technische Belange größere Rücksicht zu nehmen. Dies gilt aber im Wesentlichen nur für den europäischen Heimatmarkt. Denn neue und immer bessere Verbrennungsmotoren werden auch weiterhin entwickelt. Nun aber in China durch dorthin verlagerte Entwicklungsabteilungen der europäischen Hersteller und durch ihre zahlreichen neuen chinesischen Konkurrenten, die seit kurzem auch in Deutschland nicht mehr alleine E-Autos anbieten, sondern zugleich recht respektable Hybrid-Modelle. So läuft es, wenn fachlich weitgehend ahnungslose Funktionäre und Politiker ihre Lust an Verboten entdecken und ausleben. Und dies nicht nur im Automobilbereich, sondern vielleicht demnächst auch bei Einfamilienhäusern oder in Bereichen, an die heute noch niemand denkt. Möglich ist hier leider alles! (tb)








Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis der ukrainische Präsident abgesetzt oder gar einem Attentat zum Opfer fallen wird. Dabei könnten die USA ein größeres Interesse als die Russen daran haben, Selenskyj »auszuschalten«. Michael Grandt

Geld und mehr


In Norwegen hat das Parlament ein Gesetz verabschiedet, das den Verbrauchern das Recht gibt, in physischen Einrichtungen Waren und Dienstleistungen bar zu bezahlen. In anderen Ländern sind ähnliche Gesetzesinitiativen unterwegs oder bereits umgesetzt.

Das Gesetz schreibt vor, dass Kunden im traditionellen Warenhandel in Geschäften generell das Recht haben, bar zu bezahlen. Das Gleiche soll für Dienstleistungen gelten, die in Räumlichkeiten verkauft werden, die der Kunde aufsucht, wie Kinos, Restaurants, Hotels, Fitnesszentren und Wellness, wenn diese Dienstleistungen in irgendeiner Form vor Ort bezahlt werden können.

In Deutschland gibt es dieses Recht nicht. Hier wird die Vertragsfreiheit weit ausgelegt. Dadurch ist es privaten Anbietern erlaubt, einseitig eine bestimmte Art des Bezahlens festzulegen oder auszuschließen, solange dies deutlich kommuniziert wird. Norbert Häring



BUSE.DE


Ein wesentlicher Aspekt der Richtlinie ist das Recht von Arbeitnehmern, für gleiche oder gleichwertige Arbeit gleich bezahlt zu werden. Denn der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ hat mit der EntgTranspRL eine rechtliche Basis bekommen, die bis Juni 2026 in Bundesrecht umzusetzen ist.


Equal Pay auch für variable Vergütung?


Geht es um „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“, gilt dieser Grundsatz künftig auch für Boni und variable Gehälter. Denn er bezieht sich auf Löhne, Gehälter und sonstige Vergütungen. Damit umfasst der Begriff des „Entgelts“ auch ergänzende oder variable Bestandteile, also auch alle zusätzlich zum regulären Lohn gewährten Vergütungen.


Nicht von Bedeutung ist es, ob Arbeitnehmer diese Vergütung unmittelbar oder mittelbar erhalten und ob die Vergütung in Geld oder als Sachleistung erfolgt.


Variable Vergütung – Equal Pay?

Das zeigt: Der Anspruch auf „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ ist sehr umfassend ausgestaltet. Ergänzende oder variable Vergütungsbestandteile, für die der Anspruch auf Entgeltgleichheit greift, sind unter anderem


• Boni,

• Überstundenausgleich,

• Fahrvergünstigungen,

• Wohnungs- und Verpflegungszuschüsse,

• Aus- und Weiterbildungsentschädigungen,

• Abfindungen bei Entlassung,

• gesetzliches Krankengeld,

• gesetzlich vorgeschriebene Entschädigungen und Betriebsrenten.


Arbeitgeber sind deswegen gut beraten, sich einen exakten Überblick darüber zu verschaffen, an welchen Stellen Lohnungleichheit – verbunden mit entsprechenden Sanktionen! – drohen kann. Dr. Klaus Neumann



Notizbuch


Teures Wasser. Der Rest in einem Fläschchen mit Kölnisch Wasser hat einem pensionierten Polizisten aus Berlin nun eine Geldstrafe von sage und schreibe 2700 Euro eingebracht, und zwar wegen gefährlicher Körperverletzung. Der 71-jährige Peter K. geriet auf dem Weg zu einem wichtigen Arzttermin in eine Straßenblockade der »Letzten Generation« und verpasste daher die Ordination. Verärgert holte er das Duftwasser aus dem Auto und verteilte einige Spritzer über den Klimaklebern. So geschehen bereits am 18. September 2023. Das brachte ihm eine Gerichtsverhandlung ein. Dort argumentierte Peter K.: »Die kommen extra nach Berlin und machen einem hier alles kaputt. Ich stieg aus und rief: So geht’s nicht! Interessierte die aber nicht.« Dann folgte seine Gegenreaktion. Das Gericht verurteilte den Ex-Polizisten zu 90 Tagessätzen à 30 Euro – wegen gefährlicher Körperverletzung in einem minderschweren Fall. Aha, der Fall an sich ist minderschwer, die Tat aber gefährlich. Dafür wurden in Magdeburg drei Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren, die einen 33-Jährigen totgeprügelt hatten, nicht inhaftiert. Der zuständige Ermittlungsrichter nahm keinen Tötungsvorsatz an.



OnlinehändlerNews DAILY


KI-Pläne gefährden deine Privatsphäre


Dringender Handlungsbedarf: So widersprichst du Metas neuer Datenschutzrichtlinie


Meta hat kürzlich Millionen europäischer Nutzer über Änderungen seiner Datenschutzrichtlinien informiert. Datenschützer raten jedoch zu sofortigem Handeln.


Meta will mit Kundendaten seine KI trainieren: Verbraucherschützer schlagen Alarm


Meta will Nutzerdaten ohne Zustimmung für das eigene KI-Training nutzen. Verbraucherschützer haben den Konzern nun abgemahnt.

TagesAnzeiger


Erstes Dorf im Berner Oberland ergreift Massnahme gegen Overtourism


Das Berner Oberland zieht jährlich Millionen Besucher an, doch der zunehmende Tourismus belastet lokale Ressourcen und die Lebensqualität der Bevölkerung. Die Gemeinde Lauterbrunnen erwägt daher, erstmals Eintrittspreise von 5 bis 10 Franken zu erheben. Diese Massnahme soll insbesondere Autofahrer betreffen, während Touristen mit gebuchten Angeboten oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln von den Gebühren ausgenommen wären.



HANDELSZEITUNG


Flugtickets sind teuer. Und wenn auf einer Route nur eine Airline operiert, wird es umso kostspieliger.


Flugreisen sind deutlich teurer geworden, besonders jetzt im Sommer. Das hat mit der starken Nachfrage und dem geringeren Angebot zu tun. Personalmangel, Lieferengpässe beim Fluggerät – und ja, zum Teil schlechte Planung der Airlines sind alles Gründe für die Situation.


Immerhin: Auf Strecken, auf denen es viel Konkurrenz gibt, haben Flugreisende sowohl mehr Auswahl als grundsätzlich auch eher niedrigere Preise zu zahlen. Doch wer eine Flugroute bucht, die nur von einer Airline angeboten wird, muss mehr zahlen. Monopolstrecken erlauben es Fluggesellschaften, hohe Tarife durchzusetzen. Zwar galt dieser Zusammenhang schon immer. Doch in Zeiten, in denen die Preise besonders hoch sind, nun umso mehr. Tim Höfinghoff



swiss-export.com


Die Schweiz hat auf Anfang 2024 die OECD-Mindeststeuer von 15 Prozent für international tätige Grossunternehmen eingeführt. Zug gehört zu den Kantonen, die dafür ihre Unternehmenssteuer anheben mussten. Er fürchtet daher, an Standortattraktivität einzubüssen. Der Regierungsrat hat daher beschlossen, die erwarteten Mehrerträge aus der Steuer in Höhe von 200 Millionen Franken in die Stärkung der Standortqualität zu investieren.


Dazu gehören laut einer Mitteilung erstens soziale Massnahmen etwa zur Sicherung eines bedarfsgerechten Angebots an Kinderbetreuung, höhere Kantonsbeiträge für Privatschulen und Investitionen ins Wohnungswesen.


Zweitens will der Kanton zukunftsorientierte Projekte wie die Blockchain Zug Joint Research Initiative und die ETH Learning Factory Zug unterstützen.


Drittens sollen Unternehmen für Massnahmen in der Nachhaltigkeit und Innovation direkte Förderbeiträge erhalten. Für die Jahre 2026 bis 2028 sollen für solche Förderbeiträge 150 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Dafür sieht der Regierungsrat ein neues Gesetz über Standortentwicklung vor, das auf Anfang 2026 in Kraft treten soll.


„Insgesamt sollen die Massnahmen dazu beitragen, die Wettbewerbsposition des Kantons Zug als Wohn- und Wirtschaftsstandort trotz Einführung der Mindeststeuer zu sichern“, wird Finanzdirektor Heinz Tännler in der Mitteilung zitiert. ce/stk



Newsletter: Nichts wie weg


Die Tourismusindustrie ist ja schon länger auf den Hund gekommen. Es gibt Hundehotels, Hundewellness und Hundeyoga. In den USA hob nun vor wenigen Tagen sogar die erste Hunde-Airline zu ihrem Jungfernflug ab: Bark Air (übersetzt «Bell-Air» – nicht zu verwechseln mit der pleite gegangenen Belair!). Weil pro Flug maximal zehn Vierbeiner mitfliegen können, kostet ein Interkontinental-Gassi von New York nach London saftige 8000 Dollar pro Gast samt Herrchen oder Frauchen. Da frag ich mich, was als Nächstes kommt. Katzen-Törns auf einem Katermaran vielleicht, dazu ein Ratte Macchiato? – Mauz! Reisekater Fargo von Paulina Szczesniak



FOCUS online


Eine Influencerin reist zu zwölf verschiedenen Urlaubszielen in Europa, um das schönste zu finden. Ihre Wahl fällt auf ein Land, mit dem niemand gerechnet hätte.


Nach einer Reise durch zwölf verschiedene Länder hat eine Reise-Influencerin namens 'Em' auf TikTok ihre Meinung über ein oft übersehenes europäisches Land geteilt: Montenegro. Sie beschreibt das Land auf dem Balkan als ihr absolutes Lieblingsreiseziel wegen seiner beeindruckenden Strände, der reichen Kultur und der freundlichen Einheimischen.

Quelle: Influencerin testet Europas schönste Urlaubsziele und krönt heimlichen Sieger - FOCUS online

Auf den Punkt gebracht


»Immer weniger Menschen interessieren sich für Katholikentage. Das ist kein Wunder. Die Laientreffen sind mittlerweile Hochfeste linker Gesinnungstüchtigkeit. Vielfalt wird beschworen, aber das Gegenteil zelebriert.« Alexander Kissler, Redakteur NZZ

F.A.Z.


Wie der Staat Ehepaare zu Steuerhinterziehern macht: Viele Ehepartner leben gefährlich, wenn sie ein gemeinsames Konto haben. Bettina Weiguny


Leserbriefe:

Realistisch gesehen macht der Staat noch viel mehr als die Eheleute die Reichen und Superreichen zu Steuerhinterziehern, indem er - Topbeamtinnen, wie FDP-Lindners Ministerialdirektorin Gerda Hofmann Seminare zur Steuervermeidung abhalten lässt - die Steuerfahndung personell austrocknet - ein Fiskalrecht und Steuergesetze schafft, das unzählige Schlupflöcher für Superreiche schafft - somit in summa die Kleinen hängt und die Großen laufen lässt.


DER SPIEGEL


Jetzt will die Regierung in Moskau mehr Steuern auf höhere Einkommen sowie auf Unternehmensgewinne erheben. Das Finanzministerium veröffentlichte die von Kremlchef Wladimir Putin bereits angekündigten Eckdaten. Demnach soll etwa der bisherige Spitzensteuersatz 2025 auf Einkommen von 15 Prozent um sieben Punkte auf 22 Prozent steigen. Der niedrigste Steuersatz liegt weiter bei 13 Prozent – für Einkommen bis 2,4 Millionen Rubel im Jahr (rund 24.000 Euro). Die Steuern auf Unternehmensgewinne steigen von 20 auf 25 Prozent.

Von den gestaffelten Erhöhungen betroffen sind den Angaben zufolge etwa drei Prozent der Beschäftigten oder zweieinhalb Millionen Menschen, die umgerechnet über 2000 Euro im Monat verdienen. Der Spitzensteuersatz greift demnach erst ab umgerechnet mehr als einer halben Million Euro Jahreseinkommen. Soldaten im Kriegsgebiet, die vergleichsweise viel verdienen, sind wie auch Selbstständige von den Neuerungen ausgenommen.

Stars Insider


Euroverweigerer: Warum einige europäische Länder ihre eigene Währung behalten


Die Gründung der Europäischen Union (EU) ebnete den Weg für ein einheitliches, mehrere Länder umfassendes Finanzsystem mit einer gemeinsamen Währung, dem Euro. Der Euro wird heute in 20 Ländern verwendet und hat dazu beigetragen, den Handel zu steigern und die Wechselkursrisiken in den Ländern der Eurozone zu verringern. Einige europäische Länder haben jedoch den Entschluss gefasst, trotz ihrer Mitgliedschaft bei ihren eigenen Währungen zu bleiben.


In dieser Galerie erfahren Sie, welche Länder den Euro nicht als Währung verwenden und die Begründung dahinter.


Dänemark


Die meisten Länder, die der EU beitreten, sind verpflichtet, den Euro als Teil ihrer Mitgliedschaft einzuführen. Dänemark ist jedoch offiziell von dieser Verpflichtung befreit.


Nach einem Referendum im Jahr 2000, bei dem sich die dänische Bevölkerung gegen den Euro aussprach, handelte die Regierung eine Ausnahmeregelung für den Euro aus. Infolgedessen verwendet Dänemark nach wie vor die dänische Krone (DKK) als Landeswährung.


Dennoch nimmt Dänemark weiterhin am Europäischen Wechselkursmechanismus (WKM II) teil. Im Rahmen dieser Teilnahme ist der Wert der dänischen Krone an den Wert des Euro gekoppelt. Das bedeutet, dass die dänische Regierung den Wert ihrer Währung so steuern muss, dass er im Verhältnis zum Euro auf einem bestimmten Niveau bleibt.



Schweden


Schweden befindet sich in vielerlei Hinsicht in der gleichen Lage wie Dänemark, jedoch ohne dass es eine Ausnahmeregelung für den Beitritt zum Euro ausgehandelt musste.


Im Jahr 2003 wurde in Schweden ein Referendum darüber abgehalten, ob das Land den Euro einführen sollte. Das Ergebnis war ein klares “Nein” und infolgedessen blieb Schweden bei seiner Schwedischen Krone (SEK).



Schweden ist weltweit ein Beispiel für eine unabhängige, autarke Geldpolitik. Es ist einer der Pioniere der Inflationssteuerung und verfügt über einen frei schwankenden Wechselkurs.





Ungarn


Nach dem EU-Beitritt im Jahr 2004 plante die damalige sozialistische Regierung Ungarns, den Euro innerhalb kurzer Zeit einzuführen.

Aufgrund des hohen Haushaltsdefizits, der hohen Inflation und der hohen Staatsverschuldung konnte dies jedoch nicht erreicht werden. Ungarn blieb bei seiner Währung, dem ungarischen Forint (HUF).


Trotz der eingeleiteten Sparmaßnahmen ist es Ungarn nach wie vor noch nicht gelungen, der Eurozone beizutreten. In jüngster Zeit hat auch die öffentliche Unterstützung für die Einführung des Euro nachgelassen.


Polen


Polen hat noch nie ein Referendum darüber abgehalten, ob es den Euro einführen soll. Es gab auch sehr unterschiedliche Meinungen darüber, ob dies für das Land überhaupt von Vorteil wäre oder nicht.


Infolgedessen hat Polen es bislang versäumt, die Konvergenzkriterien zu erfüllen, die das Land für die Verwendung des Euro qualifizieren würden.


Stattdessen haben sie ihre eigene historische Währung, den Polnischen Zloty (PNL), beibehalten.



Tschechische Republik


Nach dem EU-Beitritt der Tschechischen Republik im Jahr 2004 gab es zunächst viel Unterstützung für die Einführung des Euro.


Infolge der Krise in der Eurozone ist die Unterstützung für die Einführung des Euro in der Tschechischen Republik jedoch drastisch zurückgegangen.


Infolgedessen hat die Tschechische Republik die Konvergenzkriterien nicht aktiv umgesetzt, sodass sie nicht verpflichtet war, den Euro einzuführen. Stattdessen hat sie ihre Tschechische Krone (CZK) beibehalten.


Bulgarien


Trotz abnehmender öffentlicher Unterstützung hält Bulgarien an seinen Plänen zur Einführung des Euro fest. Das Land möchte sein Beitrittsziel im Jahr 2025 erreichen.


Derzeit erfüllt Bulgarien vier der fünf Konvergenzkriterien, mit der einzigen Ausnahme, dass die Währung des Landes seit zwei Jahren nicht mehr am WKM II teilnimmt.


Währenddessen verwendet das osteuropäische Land den bulgarischen Lew (BGN).


Rumänien


Seit dem EU-Beitritt im Jahr 2007 haben sich die Rumänen konsequent für die Einführung des Euro ausgesprochen.


Trotz der Bemühungen, die Konvergenzkriterien zu erfüllen, hat das Land dies bisher nicht geschafft und konnte daher den Euro nicht einführen.


Der rumänische Leu (RON) ist die Währung Rumäniens. Der derzeitige Zeitplan für die Einführung des Euro sieht das Jahr 2026 vor.



Wissenswertes über den Euro


Nachdem Sie nun die europäischen Länder ohne das Euro-System kennengelernt haben, finden Sie hier einige interessante Fakten zum Euro an sich!


Das letzte Land, das der Eurozone beitrat, war Kroatien, das die gemeinsame Währung am 1. Januar 2023 einführte.



Einigung über den Namen


Der Name "Euro" wurde 1995 auf der Tagung des Europäischen Rates in Madrid im Rahmen der Vorbereitungen für die einheitliche Währung vereinbart.


Inspiration für das Symbol


Das Euro-Symbol, €, wurde durch den griechischen Buchstaben Epsilon, Є, inspiriert, eine Anspielung auf die Wiege der europäischen Zivilisation. Es steht auch für den ersten Buchstaben des Wortes "Europa" im lateinischen Alphabet. Die beiden parallelen Linien, die das Symbol durchziehen, stehen für Stabilität.


Seit 2002 ist der Euro zur zweitwichtigsten Währung der Welt nach dem US-Dollar geworden.


Die ersten Länder, die den Euro einführen


Am 1. Januar 1999 wurde der Euro zur offiziellen Währung von Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal und Spanien.


Der Euro ist weit verbreitet


Im Januar 2022 befanden sich im Euroraum 27,9 Milliarden Euro-Banknoten und 141 Milliarden Euro-Münzen im Umlauf.

Die am häufigsten verwendete Banknote


Der 50-Euro-Schein wird am häufigsten verwendet: 13,6 Milliarden Banknoten sind davon im Umlauf.



Quellen: The Economic Times, European Commission, Bound


Markteinblicke


15 Jahre Bitcoin – Verspätetes Geschenk


Nicht nur im Bereich der Künstlichen Intelligenz herrschte an den Aktienmärkten zuletzt eine große Euphorie. Auch im Krypto-Bereich ging es rund.


Nicht nur im Bereich der Künstlichen Intelligenz herrschte an den Aktienmärkten in den vergangenen Monaten eine große Euphorie. Rund um die Entscheidung der US-Börsenaufsicht SEC, Bitcoin-ETFs auf Spot-Basis zuzulassen, entdeckten Anleger in Scharen den Bitcoin sowie viele andere digitale Währungen und die Blockchain-Technologie für sich. Der 10. Januar 2024 wird nicht nur in die Bitcoin-Geschichte eingehen. Dieser Tag bedeutete für die Krypto-Gemeinde als solche und in den Augen vieler Marktexperten auch für die gesamte Finanzbranche einen wichtigen Meilenstein. Diesem Tag hatten Fans digitaler Währungen jahrelang entgegengefiebert. Endlich war es so weit. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte Anfang 2024 Bitcoin-ETFs auf Spot-Basis erlaubt. Auf diese Weise waren Bitcoins und andere Kryptowährungen auch offiziell in der Mitte von Mainstream-Investments angekommen. Einige Monate zuvor hatte die älteste und bekannteste Kryptowährung noch ihren 15. Geburtstag gefeiert.



Business Insider Deutschland


Rubel wieder in Turbulenzen: Börse Moskau stellt den Handel mit Dollar und Euro ein – Schlangen vor Wechselstuben


Russland bemüht sich zudem, unabhängiger vom US-Dollar und Euro zu werden und größere Teile ihrer Auslandsgeschäfte entweder direkt in Rubel oder in Chinas Landeswährung Yuan abzuwickeln. Im vergangenen Monat machte der Yuan mehr als die Hälfte des Devisenhandels in Russland aus, berichtet die FT.


Die neuen US-Sanktionen könnten sich aber auch auf Yuan-Transaktionen auswirken. Auch Banken aus China könnten sich Geschäften mit russischen Banken oder der Börse abgeschreckt fühlen. Die USA und andere westliche Länder drohen damit, ihre Sanktionen auch auf Dritte auszuweiten, die mit Russlands Kriegswirtschaft Geschäfte machen. Die Beschränkungen für internationale Banken gelten als die bisher wirksamsten Sanktionen des Westens gegen Russland. Filip De Mott

FOCUS online


Rentner verliert Erspartes durch neuen Betrug mit Künstlicher Intelligenz.


Ein 82-jähriger Rentner aus Brandenburg verlor durch einen Online-Geldhandel fast 40.000 Euro. Den Betrug bemerkte er erst, als er das vermeintlich angehäufte Vermögen abrufen wollte.


Das Online-Handelsportal, auf das der Rentner durch Werbung aufmerksam wurde, lockte mit hohen Renditen durch den Einsatz von „künstlicher Intelligenz“. Überzeugt durch die scheinbar hohen Gewinne, die seine ursprünglichen vierstelligen Investitionen erzielten, investierte der Mann immer größere Summen in der Hoffnung, seine Rente zu vergrößern.


Rentner sind beliebte Betrugsopfer


Immer wieder gibt es Meldungen von Rentnern, die Betrügern hohe Geldsummen überweisen und auf den Verlusten sitzen bleiben. Andreas Biller



Euronews


Das Einreise-/Ausreisesystem (EES) und das Europäische Reiseinformations- und genehmigungssystem (ETIAS) sind vollautomatisierte Systeme zur Erfassung und Kontrolle der personenbezogenen Daten von Staatsangehörigen aus Nicht-EU-Ländern, die die Außengrenzen des Schengen-Raums überqueren.

Fast zwei Drittel der Bürger Großbritanniens wissen nichts über das neue Einreise-/Ausreisesystem (EES) der EU, das noch in diesem Jahr eingeführt werden soll.

Diese Statistik stammt aus Ergebnissen einer Untersuchung von Co-op Insurance. Sie ergab auch, dass mehr als jeder fünfte Brite von dem neuen Systems von Reisen nach Europa "abgeschreckt" würde.

Bei EES werden Fingerabdrücke und Gesichtsscans angefertigt. Saskia O'Donoghue  



Blick


Weil immer mehr Züge auf dem Schweizer Bahnnetz fahren, fehlen jetzt die Abstellgleise. Das macht es teurer – und könnte gar die Fahrplan-Ausweitung in Gefahr bringen.

Tobias Bruggmann



Das Zitat


Eine repräsentative Studie ergab, dass 88 % aller Nebenkostenabrechnungen FALSCH und damit ANGREIFBAR sind.


Das wissen Mieter, Mieteranwälte und Mietervereine ganz genau. Kein Wunder also, dass die Amtsgerichte in Verfahren gegen Mieter ertrinken. Und JETZT wird das Problem nur weiter verschärft.

tagesschau.de


Babyboomer gehen bald in Rente


Das Problem spürt gerade der Mittelstand deutschlandweit: Immer mehr Fachkräfte gehen in Rente. Vor zwei Jahren hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ausgerechnet, dass es 7,3 Millionen Beschäftigte bis 2032 sein könnten. Es sind die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer-Generation, die nun in den Ruhestand gehen - und das teils früher, da die sogenannte "Rente mit 63" winkt. Wer nun in den Ruhestand wechselt, muss seine Rente versteuern. Wer zudem weiter arbeitet, rutscht mit seinen Einnahmen schnell in eine weit höhere Steuerklasse als zuvor. Die hohe Abgabenlast senke den Anreiz weiterzuarbeiten, rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft in einer Studie 2023 vor und glaubt nicht, dass so der Fachkräftemangel abgemildert werden kann. Der Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbands BVMW, Christoph Ahlhaus, fordert von der Politik mehr Flexibilität bei der Rente und mehr Anreize für Rentner, die noch arbeiten wollen: "Wir müssen darüber nachdenken, wie wir Leute, die fähig und willens sind, länger im Arbeitsmarkt halten können", sagt Ahlhaus. "Sei es durch attraktive Rahmenbedingungen oder durch politische und gesetzliche Vorgaben." Jan-Peter Bartels



n-tv Wirtschaft


Tradition endet nach 120 Jahren


Genfer Autosalon macht seine Pforten dicht


Der Genfer Autosalon ist eine Institution unter den Automobilfachmessen. Nach einer mehrjährigen Pandemiepause bringt eine letzte Messe jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Der Betreiber kündigt das Ende des Autosalons an - jedoch nur in Genf, für einen Ableger in Katar geht es weiter.



n-tv Wirtschaft


In Spanien gilt die Gebühr für größeres Handgepäck bereits seit Jahren als missbräuchlich. Billigflieger wie Ryanair halten dennoch daran fest. Von der Verbraucherzentrale werden sie nun dafür abgestraft - und müssen zahlen.


Spanische Behörden haben Geldstrafen von insgesamt 150 Millionen Euro gegen Billigflieger wie Ryanair und EasyJet wegen deren Preispolitik etwa rund ums Gepäck verhängt. Betroffen vom Vorgehen des Verbraucherschutzministeriums seien auch die Airlines Vueling und Volotea, teilten die Verbraucherorganisationen OCU und Facua mit, die seit sechs Jahren unter anderem gegen die Praxis der Billigfluglinien bei Gepäck-Gebühren kämpfen.


Die Geldbußen stellen eine Herausforderung für das Geschäftsmodell der Billigflieger dar. Denn dies beruht darauf, attraktive Tiefstpreise für Tickets zu verlangen und zugleich über Zuschläge für größeres Handgepäck oder andere Serviceleistungen Geld zu verdienen.



WirtschaftsWoche


In weniger als einem Monat startet die Europameisterschaft. Neben vielen Fußballfans zieht es dann auch große Unternehmen in die Stadien, denn: Sie nutzen die Werbemöglichkeiten. Wie viel der europäische Fußballverband – die UEFA – allein durch die einzelnen Sponsoren einnimmt, gibt er nicht bekannt. Im Finanzbericht für 2023/24 rechnet der Verband bei der EM mit Gesamteinnahmen von 2,4 Milliarden Euro. Ein Großteil der Einnahmen geht direkt in die Organisation des Sportevents. Die übrigen Mittel fließen nach Angaben der UEFA in den Sport und in die Entwicklung des Breitenfußballprogramms. Anabel Schröter



Wirtschaftsclub Newsletter


Die Babyboomer sind stinkreich. Warum sind sie so knauserig?



Der Deutsche Unternehmerbrief


Denn dies gaben die Bundesstatistiker bekannt: Der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex zeigt für Mai ein Minus von einem Prozent gegenüber dem April und von 1,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ganz recht: Beide Vergleiche fielen negativ aus! Sie wissen: Dieser Fahrleistungsindex gibt frühe Hinweise auf die weitere konjunkturelle Entwicklung in der Industrie, schlicht deshalb, weil wirtschaftliche Aktivität Verkehrsleistungen erzeugt und braucht. Auch die grafische Darstellung von Fahrleistungs- und Produktionsindex belegt: Es geht nur mühsam voran! Annerose Winkler



PLATOW Brief

Zahl der Firmenpleiten steigt – Kreditbücher gefährdet?


Die Zahl der beantragten Insolvenzen in Deutschland steigt weiter. Laut Statistischem Bundesamt lag der Wert im Mai 26% über dem des Vorjahres, seit Juni 2023 sind die Zuwachsraten durchgängig zweistellig. Kehrt also langsam Sorge bei den Banken bezüglich ihrer Kreditbücher ein?



Nau Travel


Zollfrei einkaufen: Samnaun


Seit 1892 ist die Destination das einzige Zollfreiparadies der Schweiz.


Mit der Gründung des modernen Bundesstaates 1848 wurde die Landesgrenze als Zollgrenze definiert. Da Samnaun nur über Österreich erreichbar war, mussten die Einheimischen für alle Waren an der Grenze Zoll zahlen. Mit der Eröffnung der Samnaunerstrasse im Jahr 1912 fiel dieser Nachteil weg, Samnaun blieb aber weiterhin zollfrei.


Heute gibt es rund 40 Dutyfree-Shops, in denen von Spirituosen über Kosmetika bis hin zu Sportartikeln praktisch alles verkauft wird.

Verzweifelte Regierungen tun verzweifelte Dinge. Martin Weiss
Während Amerika gestaltet, wird in Europa und Deutschland verwaltet. Robert Halver
Zocker seien gewarnt. Alle Meme Trades sind auch wieder völlig in sich zusammengefallen, weil stets keine wirklichen Fundamentaldaten hinter den Kursanstiegen standen, sondern nur Zockerei. Wer zu spät einsteigt, oder eben nicht rechtzeitig Gewinne einstreicht, ist der Dumme. Keith Gill, YouTouber
In der Krise sind Prinzipien besser als Pläne. Dominique Gerster
Wer ein Auskunftsbegehren gar nicht oder verspätet beantwortet, kann in der Schweiz nicht bestraft werden. Martin Steiger, steigerlegal.ch
Leider ist die Entwicklung eines Wohlstandsbewusstseins kein Thema in unseren Schulen - im Gegenteil, da viele Lehrer politisch eher grün oder links stehen, wird Wohlstand eher schlecht gemacht. Es ist daher überhaupt nicht verwunderlich, dass viele Menschen finanziell nicht zu Potte kommen. Als Eltern sollten wir diesbezüglich erzieherisch etwas entgegensetzen. A. Ackermann, aa-training.ch
Die Schweiz ist ein stabiles und kleineres Land mit einem durchdachten Konzept, einer funktionierenden Regierung und starken Finanzen. Viele Dinge, die in der Schweiz gut laufen, funktionieren bei uns in Deutschland derzeit leider nicht. Frank Thelen
Höhere Zinsen können nicht ewig so weitergehen, ohne der Wirtschaft zu schaden. Immobilienaktien zahlen bereits einen Preis. John Authers



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