Was die Grossverdiener und die Firmen 2026 an Steuern bezahlen – die Rangliste der Kantone
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Wer viel verdient, zahlt an den günstigsten Standorten weniger als halb so viel Einkommenssteuern wie an den teuersten Orten. Das zeigt der neuste Vergleich. Quelle nzz.ch, Autor: Hansueli Schöchli

Was soll der Staat machen, und wer zahlt dafür? Das sind zwei der ewigen Streitfragen in der Politik. Bund, Kantone und Gemeinden dürften heuer zusammen ohne Sozialversicherungsbeiträge 180 bis 190 Milliarden Franken Fiskaleinnahmen verbuchen – rund 20 000 Franken pro Einwohner im Durchschnitt. Etwa 60 Prozent davon entspringen den Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen sowie den Firmengewinnsteuern. Der grösste Einzelposten sind die Einkommenssteuern mit schätzungsweise 65 Milliarden Franken. Mehr als die Hälfte davon dürfte vom einkommensstärksten Zehntel der Steuerpflichtigen kommen.
Die Spitzensteuersätze der Kantonshauptorte bei der Einkommensteuer liegen dieses Jahr im Mittel bei 33 Prozent. Das geht aus der neusten Datenerhebung von Pascal Hinny hervor. Er ist Steueranwalt in Zürich und Professor an der Universität Freiburg.
Ab etwa 250 000 Franken
Die Spitzensteuersätze werden laut Hinny in der Regel ab einem steuerbaren Einkommen von 250 000 bis 270 000 Franken erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Sätze in acht Kantonen leicht gesunken. Im Mittel aller Kantone beschränkt sich die Senkung auf 0,2 Prozentpunkte. Im Vergleich zu 2010 sind die Spitzensätze im Mittel heuer um etwas über einen Prozentpunkt tiefer.
Wie immer gibt es grosse Unterschiede zwischen den Kantonen und auch innerhalb der Kantone. In den teuersten Gemeinden des Kantons Genf sind heuer die Spitzensätze mit gut 44 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in den günstigsten Gemeinden des Kantons Schwyz (vgl. Tabelle). Die Kantone Zürich und Bern gehören nach wie vor zu den Hochsteuerorten. Immerhin ist in beiden Kantonen die Spitzenbelastung in den günstigsten Gemeinden mehr als 7 Prozentpunkte tiefer als an den teuersten Orten.