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Nur Magerkost bei Aktienfonds?

In den vergangenen Jahren hat Ihr Geldbrief mehrfach auf den eher lausigen Leistungsausweis der hauseigenen Bankenfonds hingewiesen. Jetzt hat Taunus Trust in einem Anlegerbrief unsere Einschätzung erneut bestätigt. Demnach haben 96 (!) Prozent aller US-Aktienfonds in der zurückliegenden Dekade die Benchmark (also den jeweiligen Index) verfehlt. Also ein schlechteres Ergebnis als der Gesamtmarkt abgeliefert. Der Kauf eines simplen ETFs auf einen Index hätte jedem Anleger einen höheren Gewinnzuwachs gebracht.



Auch andere Untersuchungen bestätigen das miese Abschneiden der Aktienfonds. Dabei fallen die Resultate für Aktienfonds mit dem Schwerpunkt Europa sogar noch schlechter aus. Lichtblicke gibt es nur wenige. Die wenigen positiven Ausreisser werden im Rahmen der Lipper Fund Awards jedes Jahr prämiert. Von den 6‘540 ins Visier genommenen Fonds (Aktien, Bonds, Mischfonds, Rohstoffe etc.) erfüllten allerdings nur sehr wenige die Voraussetzungen für eine Top-Bewertung. Auf Sicht von zehn Jahren waren es diesmal genau 84 Fonds. Das sind nur 1.28 Prozent. Kurz gesagt: Nur wenige Fonds spielen in der Champions League und können sich dort über längere Zeit halten. Fazit: Eine Überrendite am Markt zu erzielen ist möglich. Aber sehr schwer. Denn niemand sagt einem im Voraus, welche Fonds eine Überrendite auf Dauer ermöglichen.


Wie Sie sich vorstellen können: LIPPER arbeitet weder vergeblich noch umsonst. Es sprudelt auch Geld, wenn ein Anbieter (Bank, Fonds, Vertrieb) mit einer LIPPER-Auszeichnung wirbt. Deshalb gibt es auch für viele «Untergruppen» diverse Best-Noten. Was Sie auch wissen sollten: In einem schlechten Börsenjahr (z.B. Indexverlust 10 %) kann ein Fonds mit 4 % Verlust sogar einen ersten Platz gewinnen. Alles ist halt relativ… Quelle: Geldbrief



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Hans-Peter Holbach

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