Kein sicherer Hafen mehr
- Holbach News

- vor 5 Tagen
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«Ein Feind Amerikas zu sein, kann gefährlich sein. Aber Amerikas Freund zu sein, ist oft fatal.» Dieses Zitat von Henry Kissinger bezog sich auf die Marionetten-Präsidenten Südvietnams. Die Herrscher der Golfstaaten werden momentan ähnliche Gedanken hegen. Ihr Ruf als attraktives Ziel für Zuwanderer und Touristen zerbröselt gerade unter den täglichen Vergeltungsschlägen Irans. Zudem können sie ihr Öl und Gas nicht mehr sicher exportieren. Bald werden sie auf ihre umfangreichen Dollar-Währungsreserven und andere internationale Vermögenswerte zurückgreifen müssen. Doch auch die amerikanischen Verbündeten in Europa und Asien, namentlich Korea, Japan und Taiwan, sind anders als die USA stark von Öl- und Gas-Importen abhängig und leiden unter dem undeklarierten Iran-Krieg. Falls das Mullah-Regime fällt und das 90-Millionen-Land in einen Bürgerkrieg im syrischen Stil stürzt, ist auch klar, wer am meisten Flüchtlingsströme abbekommen wird. In einem ersten Reflex ist der Dollar seit Kriegsausbruch stärker geworden, primär wohl, weil die Amerikaner selbst ihr Geld zurückholen. Als Zweitrundeneffekt würde ich aber eher einen schwächeren Dollar und weiter steigende US-Zinsen am langen Ende erwarten. Die Freunde Amerikas brauchen ihre Dollars nun für anderes oder haben von Trumps Aussenpolitik gänzlich die Nase voll. US-Staatsanleihen sind deshalb nicht mehr der Sichere Hafen in der Krise, sondern ein potenzielles Opfer. Gegen die Unsicherheiten des Krieges und mögliche Eskalationsszenarien sind Rohstoff-Futures auf Energie und Lebensmittel wohl der einzige brauchbare Hedge. (Autor: Peter Frech), Quelle: QUANTEX WERTE.



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