Die Vermögensabgabe kommt
- Holbach News

- vor 5 Tagen
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Diese Woche hat der Bundestag erstmals über einen Antrag zur Vermögensteuer debattiert. Gleichzeitig fordert der DGB eine einmalige Vermögensabgabe von 10 Prozent auf das Vermögen von “Superreichen”. Das würde dem Bund nach DGB-Rechnung rund 350 Milliarden Euro bringen. Und Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat eine Novelle des Baugesetzbuchs auf den Weg gebracht, die Kommunen erleichtern soll, Immobilien im Extremfall zu enteignen.

Wir alle wissen, wie das läuft. Steuern, die mit „Milliardäre zahlen" beworben werden, landen am Ende bei allen. Die Abgeltungsteuer sollte nur Spekulanten treffen. Heute zahlt sie jeder Sparer. Die Wegzugsteuer sollte nur Superreiche betreffen. Heute trifft sie Mittelständler, die auswandern. Die erweiterte beschränkte Steuerpflicht sollte ein Randphänomen bleiben. Heute verfolgt sie Menschen noch Jahre nach dem Wegzug. Der Mechanismus ist immer derselbe: erst die Reichen, dann alle anderen. Eine Vermögensabgabe von 10 Prozent auf große Vermögen ist der Einstieg, nicht das Ende.
Und dann ist da noch die Wirtschaft selbst: Laut einer aktuellen DIHK-Sonderauswertung (April 2026, 1.700 befragte Industrieunternehmen) planen 43 Prozent der deutschen Industriebetriebe Investitionen außerhalb Deutschlands — der Hauptgrund ist Kosteneinsparung, auf dem höchsten Wert seit 2003. Die DIHK spricht von einem historischen Höchststand beim Kostendruck. Unternehmen verlieren das Vertrauen in den Standort Deutschland. Quelle: Perspektive Ausland.



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