Ausblick 2026
- Holbach News

- 30. Dez. 2025
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Was macht der Rüstungssektor?
Im Rüstungssektor hat die Euphorie zum Jahresende 2025 etwas nachgelassen, sie bleibt jedoch auf hohem Niveau. Selbst im Fall eines möglichen und zweifellos wünschenswerten Friedens in der Ukraine besteht in Europa weiterhin erheblicher Nachhol- und Modernisierungsbedarf. Vor diesem Hintergrund sollten sich die höheren Bewertungen im Sektor als tragfähig erweisen. Zusätzliche Impulse liefert zudem der NATO-Beschluss, die Verteidigungsausgaben bis 2035 schrittweise auf fünf Prozent des BIP anzuheben. Ein möglicher Friedensschluss würde neue Anlagechancen eröffnen, etwa für Baustoffhersteller, Banken mit Osteuropa-Fokus oder Unternehmen, die von sinkenden Energiepreisen profitieren.
Rohstoffe: Vor einem neuen Superzyklus?
All diese Entwicklungen verstärken die Nachfrage nach Rohstoffen wie Kupfer, seltenen Erden oder Lithium. Sie sind unverzichtbar für Bauwirtschaft, Energieversorgung, Transport, Maschinenbau, Konsumgüter – und nicht zuletzt für die KI-Infrastruktur. Besonders im Kupfermarkt droht angesichts des stark steigenden Bedarfs durch Rechenzentren und Stromnetze eine spürbare Verknappung. Bis 2035 dürfte sich der Kupferbedarf für Windenergie und Netzkapazitäten ebenso wie der weltweite Stromverbrauch nahezu verdoppeln.
Seltene Erden bleiben essenziell für Elektromobilität, Elektronik, erneuerbare Energien und militärische Anwendungen. Die handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und China verdeutlichen dabei eindrücklich, wie stark die westlichen Volkswirtschaften von chinesischen Lieferketten abhängig sind. Vor diesem Hintergrund gewinnen Rohstoffe strukturell an Bedeutung und sollten mittel- bis langfristig im Wert weiter steigen. (Autoren: Ludwig Bendel, Daniel Hupfer und Nils Theilfarth), Quelle: Konjunktur und Strategie, M.M. WARBURG & CO.



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