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Aufs Korn genommen

Eine Glosse von Michael Brückner



Was zeichnet einen Ästheten des Alltags aus? Nun, er fuhrt ein selbstbestimmtes Leben. Ja, er nimmt sich Zeit, um seine Zeitung zu lesen, selbst wenn ihn manche Inhalte ärgern. Er lässt sich nicht vorschreiben, wie er seine Rechnung zahlt. Bar oder mit Karte, das ist allein seine Entscheidung. Er lässt sich von den öffentlich-rechtlichen Medien keiner Gehirnwasche unterziehen, sondern leistet sich den Luxus einer eigenen Meinung. Die müssen andere Menschen nicht unbedingt teilen, aber sie ist und bleibt sein geistiges Eigentum. Und er lässt sich auch nicht zum Sklaven der Digitalisierung machen. Jedweder technologische Fortschritt hat den Menschen zu dienen – und nicht umgekehrt. Schliesslich ist er der Souverän über seine Zeit. Seine Lebenszeit. ≫Jeder Mensch hat nur ein Leben auf Erden, und diese Zeit, diese seine einzige Lebenszeit, ist unendlich kostbar≪, schrieb der Ökonom, Sozialphilosoph und Unternehmer Roland Baader einmal goldrichtig. Und wie investieren wir dieses Gut? Chacun à son goût. Jeder nach seinem Geschmack. Lesen ist sicher kein schlechtes Investment. Auch wenn die Zeitungslektüre im Zeitalter des Tippens und Wischens etwas oldfashioned erscheinen mag. Na und?

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