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September 2023

Oktoberfest 2023 in München


Was steigt höher und schneller? Der Bierpreis oder die allgemeine Inflationsrate?


Was immer die Antwort ist, die ständige Teuerung können Sie nicht mit Geldwerten "bekämpfen", sondern nur durch Investitionen in Sachwerten. Konkrete Empfehlungen finden Sie in dem 2x-monatlich erscheinenden Informationsdienst "Geldbrief".




Quelle: Euro am Sonntag

WirtschaftsWoche


Heirat kam zu spät für Rente


Berufsbedingt erkrankte ein Arbeitnehmer an Krebs. Kurz vor seinem Tod heiratete er seine Lebensgefährtin. Die Witwe wollte von der gesetzlichen Unfallversicherung eine Rente. Zu Unrecht wie das Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern befand: Die Versicherung müsse nicht zahlen, weil ihr Mann bereits vor der Ehe krank war und die Heirat erst kurz vor dessen Tod geschlossen wurde. (L 5 U 39/18).



Reclams Universum Weltrundschau


Unterzieht man die Temperaturverhältnisse der letzten Monate einer kritischen Betrachtung, so waren diese, absolut betrachtet, nicht in dem Sinne abnorm, daß neue Hitzerekorde in Deutschland, überhaupt in Mitteleuropa erreicht worden waren. Wohl hat die Temperatur an einer Reihe von deutschen Orten während der verflossenen Hundstage 35 – 37 ½° im Schatten erreicht, aber das ist auch in früheren Jahren schon da gewesen, ja, diese hohen Temperaturwerte sind innerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches vor noch nicht allzu langer Zeit, im heißen August des Jahres 1892, schon überschritten worden, und selbst die absolute Maximaltemperatur dieses Sommers, die am 28. Juli 1911 zu Chemnitz mit 40° im Schatten erreicht wurde, stellt noch keinen Rekord dar, da am 18. August 1892 zu Reichenhall das Thermometer sogar bis auf 41 ½° gestiegen war.


Sollen deshalb aus dem vergangenen, sehr warmen und trockenen Sommer auf Grund der erwähnten Untersuchungen Schlüsse auf das Winterhalbjahr 1911/12 gezogen werden, so wird man zu sagen haben, daß nach der langen Zeit vorwiegenden Sonnenscheins nun wieder mit einer Periode starker Bewölkung zu rechnen ist, mit anderen Worten: daß der Herbst rauh und regnerisch werden dürfte. Und da mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen warmen Sommer ein kalter Winter folgt, müssen wir uns immerhin schon jetzt mit dem Gedanken vertraut machen, daß uns nach den beiden letzten, sehr milden Wintern nun wieder Frost und Schnee in stärkerem Maße bevorstehen.


Dieser Artikel erschien zuerst am 25.09.1911 in der Reclams Universum Weltrundschau, er war gekennzeichnet mit „Aeolus“.



Finanztip


So verbesserst Du Deinen Schufa-Score


97,5%: Ab diesem Wert ist Dein Schufa-Score richtig gut. Liegst Du dagegen unter 80% kann es z. B. sein, dass Du höhere Zinsen bei einem Kredit zahlen musst oder gar keinen bekommst. Du kannst ihn aber auch verbessern. Und zwar mit diesen Schritten:


  1. Überprüf, was die Schufa über Dich weiß.

  2. Weniger ist mehr: Du kannst Deinen Schufa-Score langfristig verbessern, wenn Du auf ein paar Dinge verzichtest. Mehr als zwei Kreditkarten können den Score negativ beeinflussen.

  3. Selten umziehen: Wenn Du oft umziehst, belastet das Deinen Schufa-Score. Denn auch Kreditbetrüger wechseln oft ihre Adresse.

  4. Hab einen Immobilienkredit: Das ist kein Scherz: Ein Immobilienkredit wirkt sich positiv auf Deinen Score aus. Die Logik: Wenn eine Bank Dir nach einem so gründlichen Check viel Geld leiht, tut sie das nicht ohne Grund.

  5. Beständiges Girokonto: Du hast seit Ewigkeiten das gleiche Girokonto? Das hilft, Deinen Score hochzuhalten. Kontohopping kann unseriös wirken.

  6. Zahl pünktlich: Wenn Du Deine Rechnungen immer pünktlich zahlst, beeinflusst das Deinen Score positiv. Erstell Dir also Erinnerungen für fällige Rechnungen oder richte alternativ Daueraufträge ein.

Privatfinanz Letter


Profitieren Sie bald wieder von den Fehlern anderer Anleger


Damit Sie sich (gegenüber den verlierenden Anlegern) verdientermaßen für Ihre Gewinne qualifizieren, müssen Sie einige Hürden nehmen. Die Börse braucht immer wieder Korrekturen und Markteinbrüche, um auch unter den Anlegern „die Spreu vom Weizen“ zu trennen. Obwohl natürlich jeder Börseninvestor Gewinne erzielen möchte, ist das naturgemäß nicht möglich. Die Gewinne des einen sind die Verluste oder entgangenen Gewinne des anderen Anlegers. Folglich muss es immer Anlässe geben, bei denen Marktteilnehmer zu (meist emotionalen) Fehlern neigen und so Geld verlieren oder auf zukünftige Gewinne verzichten. Wenn es Ihnen gelingt, Ihrer Strategie treu zu bleiben und dabei kaum etwas falsch zu machen, dann werden Sie automatisch in guten Börsenphasen überdurchschnittlich von der Angst undGier der anderen Anleger profitieren. Und meine langjährige Erfahrung sagt mir, dass der langfristige Aufwärtstrend weiter bestehen bleibt, so dass sicher schon bald wieder Neueinstiege möglich sind. Maximilian Ritter



Roland Benn


So erkennen Sie einen guten Anlageberater


Geldanlagen gibt es wie Sand am Meer. Wer hat da als Laie den Über- und Durchblick? Geldanlage-Berater gibt es noch viel mehr. Wie soll man aber wissen, ob in dem guten Zwirn ein Fachmann oder ein Betrüger steckt?

Nun, das lässt sich an Hand der folgenden Punkte abchecken:


  1. Wenn der Berater ein Fachmann ist, wie er behauptet, dann kann er das auch nachweisen. Er besitzt Ausbildungsnachweise, Zeugnisse, Diploma.

  2. Ob er gut beraten hat, kann er selbst nachweisen, indem er Bestandskunden als Referenz benennen kann, die Sie befragen können.

  3. Hat der Berater schriftliche Unterlagen und überlässt er sie Ihnen auch?

  4. Hat er nichts dagegen, dass Sie diese zuhause in Ruhe durchgehen oder drängt er?

  5. Hat der Anlageberater ein ausgezeichnetes Fachwissen? Kann er wirtschaftliche Zusammenhänge plausibel erklären? Hat er Detail-Informationen über Firmen und Märkte? Kennt er Hintergründe? Berät er also wirklich oder will er nur verkaufen und wirft mit Fachausdrücken um sich?

  6. Hat er nichts dagegen, wenn Sie seine Empfehlungen von anderen Experten (z.B. Ihrem Steuerberater, Ihrer Bank, einer Verbraucherberatung) prüfen lassen?

  7. Stellt er nicht nur die Chancen seiner Anlageempfehlung heraus, sondern spricht er auch die Risiken an?

  8. Macht er Aussagen über ungewöhnlich hohe Renditen? Und verharmlost dabei gleichzeitig das Risiko



Der Finanzberater


Klar ist, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich noch einmal verschlechtert. Wissenschaftliche Studien aber zeigen, dass Aktienmärkte jeden Tag die Erwartungen über die nächsten sechs bis neun Monate verarbeiten. Wenn wir also über eine drohende Rezession berichten, sind die Märkte häufig schon darüber hinaus und preisen bereits die folgende Erholung ein.



Helaba Chartbook



Helaba-BEST-Indikator gibt erneut Kaufsignal


Der Helaba-BEST-Indikator ist zuletzt unter -1 gefallen. Handlungsempfehlung: (Nach)kaufen!


  • Die Bewertung des DAX bewegt sich im unteren Bereich des historischen Normalbandes. Damit sind hiesige Aktien ausgesprochen moderat gepreist.

  • Die Konjunkturstimmung hat sich im rezessiven Bereich zuletzt etwas stabilisiert. Der DAX hat die Konjunkturschwäche bereits eingepreist. Die Kurschancen überwiegen die Risiken.

  • Die Anlegerstimmung hat sich deutlich verschlechtert. Der Pessimismus liefert im Sinne der Kontraindikation ein Kaufsignal.

  • Der Technikindikator ist auf seinen Durchschnittwert zurückgefallen. Somit ist derzeit weder eine mittelfristige Überkauft- noch eine Überverkauftsituation zu konstatieren. Markus Reinwand


GOLD AVENUE



Gold-Steuern 2023: Unser Guide für Deutschland und die Schweiz


Ist Gold wirklich steuerfrei? In unserem Guide erfahren Sie, ob und welche Steuern beim Kauf, Verkauf und beim Erben von Gold fällig werden!


Eine häufig gestellte Frage beim Kauf von Gold ist die der Besteuerung:


Fällt beim Kauf von Gold die Mehrwertsteuer an? Kann man Gold steuerfrei verkaufen? Was sollte man beachten, wenn man Gold vererben möchte? Wie unterscheiden sich Goldbarren und Anlagemünzen bei der Besteuerung? Und was ist mit den beliebten Gold-ETCs? 💸


Ihn diesem Guide zeigen wir Ihnen, wann und ob beim Handel mit Gold Steuern anfallen.


Spoiler: Neben langfristigen Renditechancen ist Anlagegold auch aus steuerlicher Sicht eine sehr interessante Wertanlage!


Gold-Steuern: Die schnelle Übersicht


Für eilige Leser haben wir hier die Regelungen für die gängigsten Gold-Steuern in Deutschland und der Schweiz zusammengefasst.


Beachten Sie, dass es sich nicht um eine verbindliche Auflistung aller Steuern handelt und dass sich die Regelungen im Einzelfall unterscheiden können. Daher lohnt es sich in jedem Fall, im Zweifelsfall professionellen Rat einzuholen:


Steuern beim Goldkauf Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz gilt beim Goldkauf eine Mehrwertsteuer von 0%, das heißt, der Kauf von Gold ist steuerfrei. Es ist dabei aber sehr wichtig, auf die Feinheiten der Gesetzgebung zu achten, denn Gold ist nur von der Mehrwertsteuer befreit, wenn es sich bei dem Gold um Anlagegold handelt. Aus steuerlicher Sicht gilt Gold sowohl in Deutschland als auch der Schweiz als Anlagegold, wenn:


  • Gussbarren und Prägebarren sind von der Mehrwertsteuer befreit, wenn sie einen Feingehalt von mindestens 995/1000 aufweisen.

  • Goldmünzen sind von der Mehrwertsteuer befreit, wenn die Münzen 1800 oder später geprägt wurden, einen Feingehalt von 900/1000 haben, gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der nicht höher als 80% ihres Metallwertes liegt. Dabei veröffentlicht die Europäische Union eine Liste von Anlagemünzen, welche diese Rahmenbedingungen erfüllen und daher beim Kauf steuerfrei sind. Bei GOLD AVENUE führen wir eine Vielzahl an beliebten Goldmünzen, die beim Kauf steuerfrei sind, zum Beispiel die Schweizer Goldvreneli, der American Eagle, der Krügerrand und den österreichischen Philharmoniker. Gold-ETCs - also börsengehandelte Rohstoffe - sind ebenfalls von der Mehrwertsteuer befreit. Beim Kauf von Gold, das vom Gesetzgeber nicht als Anlagegold definiert wird, fällt hingegen die Mehrwertsteuer an. Dazu gehört zum Beispiel Goldschmuck.

Steuern beim Verkauf von Gold


Der Verkauf von physischem Anlagegold - also sowohl Anlagemünzen als auch Goldbarren, welche die oben angeführte Definition von Anlagegold erfüllen - ist ebenfalls steuerfrei in der Schweiz und in Deutschland. Dazu müssen die folgenden Bedingungen erfüllt werden:


Das Gold wurde für mindestens 1 Jahr besessen. Wurde das Gold in der Zwischenzeit in einem Zinsgeschäft verliehen, wird der Verkauf des Goldes erst nach 10 Jahren steuerfrei.


ETCs, bei denen ein Anspruch auf die physische Lieferung des dem ETC zugrunde liegenden Goldes besteht, können zu den oben genannten Bedingungen ebenfalls steuerfrei verkauft werden - dazu zählen zum Beispiel die beliebten ETCs Xetra und Euwax. Bei dem Verkauf von ETCs ohne Lieferanspruch wird hingegen die Kapitalertragssteuer fällig.


Steuern beim Besitz von Gold


Im Gegensatz zu anderen Vermögenswerten wie zum Beispiel Immobilien unterliegt der Besitz von Gold keiner jährlichen Besteuerung, sodass Gold eine aus steuerlicher Sicht sehr attraktive Wertanlage darstellt.


Für Schweizer Kunden ist es jedoch wichtig, zu wissen, dass Gold als Vermögenswert in der jährlichen Steuererklärung angegeben werden muss und somit in die Berechnung der Vermögenssteuer einfließt.


Die Vermögenssteuer ist dabei die jährlich zu entrichtende Steuer, die unabhängig vom Gehalt auf das Gesamtvermögen des Steuerpflichtigen erhoben wird. Die Vermögenssteuer wird auf kantonaler Ebene erhoben.


Ist Gold erbschaftssteuerpflichtig?


Sowohl die Schweiz als auch Deutschland kennen die Erbschaftssteuer, jedoch unterscheiden sich die beiden Länder erheblich in ihrer Ausgestaltung.


Während in der Schweiz der Ehepartner bzw. die in eine eingetragene Partnerschaft lebenden Personen sowie deren Nachkommen (Kinder und Enkelkinder) von der Erbschaftssteuer befreit sind, erlaubt Deutschland Freibeträge für Partnerschaften, Kinder und Enkelkinder.


2023 liegen diese bei:


  • Ehepartner haben einen Freibetrag von 500'000€.

  • Kinder haben einen Freibetrag von 400'000€.

  • Enkelkinder haben einen Freibetrag von 200'000€.


Darüber hinausgehenden Erbschaften werden in Deutschland progressiv besteuert.


In beiden Ländern wird Gold als Erbmasse nach den geltenden Gesetzen besteuert.


Fazit: Gold ist auch aus steuerlicher Sicht eine interessante Wertanlage


Anlagegold hat einige einzigartige steuerliche Vorteile, die das Edelmetall als Wertanlage sehr interessant machen.


Sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf - sofern das Gold für mindestens ein Jahr besessen wurde und keine verzinste Verleihgeschäfte betrieben wurden - sind Goldbarren und Anlagemünzen in der Schweiz und in Deutschland für Privatanleger steuerfrei.


Ebenfalls von der Steuer befreit sind an der Börse gehandelte Gold-ETCs - diese jedoch nur, wenn bei den ETCs ein Anspruch auf die physische Lieferung des zugrunde liegenden Goldes besteht.


Anders als bei anderen physischen Wertanlagen wie zum Beispiel Immobilien fallen bei Anlagegold keine jährliche Steuern an. Die Goldbestände Schweizer Kunden fließen jedoch in die Berechnung der von Kanton zu Kanton unterschiedlichen Vermögenssteuer ein, sodass hier eine indirekte Besteuerung vorliegt.


Sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland unterliegt Gold der Erbschaftssteuer.


Zu den bei unseren Kunden beliebten steuerfreien Goldprodukten zählen:


  • Feingoldbarren von PAMP

  • Krügerrand

  • American Eagle

  • Goldvreneli


USA und Italien mit neuem Schuldenrekord. Mit über 32'000 Mrd. US-Dollar zuzüglich indirekter Schulden erreichen die USA einen neuen historischen Höchstwert. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt liegt der Schuldenstand bei 123 %. Damit vereinen die USA und Italien nicht nur neue Schuldenrekordhöhen, sondern auch im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt eine Verschuldungsquote von deutlich mehr als 100 %. Auch Italien erreicht hier mit 144 % und einer absoluten Verschuldung von knapp 2'900 Milliarden Euro den höchsten Schuldenstand in seiner Geschichte. Der Unterschied zwischen den beiden „Schuldenkönigen“ ist allerdings, daß Italien in den vergangenen 10 Jahren meisteinen Handelsbilanzüberschuss erzielte, während die USA dies in der ganzen Nachkriegsgeschichte

erst zweimal schafften. Schlimmer noch ist, daß im Jahr 2022 in den USA wegen der letztlich

„hausgemachten“ Rezession die Steuereinnahmen über 1'000 Milliarden US-Dollar niedriger als im voraus - gegangenen Jahr 2021 ausfielen, während die Zinskosten um über 20 % auf (alles nach europäischer Zählweise) 1'380 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Man sollte deshalb nicht ausschließen, daß hier mindestens zwei Schuldenkandidaten existieren, die weitere Zinssteigerungen haushaltstechnisch kaum mehr verkraften und die insofern umfangreiche Marktturbulenzen verursachen könnten. (eh)



BÖRSENSIGNALE


Rechnen Sie mit unerwartet schlechten Unternehmenszahlen im 3. Quartal! Wir rechnen durchaus noch im kommenden Winter mit einer Rezession in den USA und erwarten, dass sich dies im September und Oktober an den Börsen noch auswirken wird! Ähnlich sehen das auch die genannten Hedgefonds, denn sie bauen derzeit ihre Positionen auf fallende Kurse nicht ab, sondern eher noch weiter aus, wie Analysten festgestellt haben.



cash-update


Karen Ward, Strategin bei JP Morgan Asset Management, ist der Ansicht, dass Rezessions-Wahrscheinlichkeit immer noch hoch sei. Zudem sagt sie gegenüber Bloomberg, dass nur ein Wirtschaftsabschwung den Inflationsdruck abschwächen könne.



Sicheres Geld Aktuell


Mit dem Begriff „Shrinkflation“ wird das Verkleinern der Portionierungsgrößen von Verbrauchsgütern oder das Abfüllen einer geringeren Menge beschrieben, um die Auswirkungen der Inflation zu kaschieren und zu verbergen. Die „Shrinkflation“ ist ein sogenanntes Kofferwort, das sich aus dem englischen Wort „shrink“ für „schrumpfen“ und dem Fachbegriff der Inflation zusammensetzt. Die Verbraucherzentralen haben diesen Trick mittlerweile in ihrer Berichterstattung aufgegriffen und veröffentlichen wie die Verbraucherzentrale Hamburg regelmäßig die „Mogelpackung des Monats“.


Das Kakaopulver Suchard Express schrumpft beispielsweise von 500 auf 400 Gramm – und ist damit 25 Prozent teurer. Beim Eis am Stiel von Milka und Oreo finden sich nicht nur ein Stück weniger im Karton, sondern bei jedem ist auch noch das Gewicht geschrumpft. Das bedeutet: 48 Prozent bzw. 63 Prozent Preissteigerung. Das Duschgel Duschdas Sport hat weniger Inhalt und wird gleichzeitig teurer – plus 22 Prozent. Und die aktuelle „Mogelpackung des Monats“ September der Verbraucherzentrale Hamburg, die Mundspülung Listerine von Johnson & Johnson, ist ebenfalls eine doppelte Preiserhöhung und um mehr als 33 Prozent teurer geworden.

manager magazin


17 Jahre saß Katherina Reiche für die CDU im Bundestag, seit 2020 führt sie die Eon-Tochter Westenergie in Essen – und erlebt dort aus der ersten Reihe den derzeit viel diskutierten Beginn der Deindustrialisierung in Deutschland. In einem der Zentren der deutschen Wirtschaft versorgt sie Großunternehmen mit Energie, eigentlich zumindest – denn Kunden wie Thyssenkrupp, Bayer oder Evonik ordern immer weniger Strom und Gas.


Industriekonzerne verringern den Gasverbrauch, mittelständische Betriebe beziehen weniger Strom: Nicht, weil sie effizienter werden, sondern weil die Produktion gedrosselt und Anlagen geschlossen werden. "Ob die je wieder hochgefahren werden, weiß kein Mensch", sagt Reiche: "Wir beobachten bereits eine Industrieflucht."



Berliner Zeitung


Eine geprellte Zeche als Politikum: Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hat die Botschaft ihres Landes in Albanien aufgefordert, eine von italienischen Touristen nicht bezahlte Restaurantrechnung zu begleichen. Nach Angaben des albanischen Regierungschefs Edi Rama sagte Meloni dem italienischen Botschafter: „Gehen Sie bitte hin und bezahlen Sie die Rechnung für diese Idioten.“ Italien könne nicht auf diese Weise „den Respekt verlieren“,

zitierte die italienische Tageszeitung La Stampa Meloni unter Berufung auf Rama.


Melonis Landsleute hatten in einem Restaurant in dem bei Touristen beliebten albanischen Urlaubsort Berat zu Abend gegessen. Danach machten sie sich allerdings aus dem Staub – ohne die Rechnung zu bezahlen. Der Vorfall sorgte in albanischen Medien und Onlinenetzwerken für Schlagzeilen.


Regierungschef Rama erklärte, er habe Meloni während ihres eigenen Urlaubs in seinem Land auf den Vorfall angesprochen. Sie habe sich daraufhin sofort eingeschaltet. Die italienische Botschaft in Albanien bestätigte am Freitag, dass sie auf Melonis Anweisung hin die Rechnung in Höhe von 80 Euro für vier Personen bezahlt habe. „Italiener respektieren die Regeln und bezahlen ihre Schulden, und wir hoffen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen werden“, hieß es in einer Erklärung der Botschaft. (AP)



THE EPOCH TIMES


Pilotprojekt in drei Bundesländern: Asylbewerber bekommen aufgeladene Kreditkarten


Drei Bundesländer suchen über Ausschreibungen Dienstleister für bargeldlose Auszahlung von Taschengeld für Asylbewerber. In einem Pilotprojekt will man die Funktionalität und den Umgang der Empfänger damit testen. Ganz neu ist das jedoch nicht, ebenso wie der Aspekt des Datenschutzes. Man kann es vorab so zusammenfassen: Der Aufwand für Barauszahlungen ist für die Behörden zu hoch. Bayern, Hamburg und Hannover starten beziehungsweise planen jetzt ein Pilotprojekt mit Bezahlkarten.



Handelsblatt


EU-Ratspräsident Charles Michel rechnet bis 2030 mit einer Erweiterung der Europäischen Union um weitere Mitgliedsstaaten. „Das ist ehrgeizig, aber notwendig.“





Dröhnendes Schweigen zur Rentenfrage


Erhielte es nicht laufende Milliardenzuschüsse aus der Steuerkasse, stände das deutsche Rentenversicherungssystem längst vor dem finanziellen Kollaps. Es wäre deshalb an der Zeit,

die für die Rentenversicherung und ihre Mitglieder unbequemen Wahrheiten auszusprechen. Doch seitens der Bundesregierung drückt man sich davor. Gleiches gilt auch für die meisten „großen“ Medien. Man mokiert sich lieber über ein gestrandetes Regierungsflugzeug oder verfolgt einen fiktiven Löwen. Doch zum Thema Rente herrscht dröhnendes Schweigen. Aus Furcht davor, Wähler zu verschrecken und das Vertrauen der Bürger in den deutschen Sozialstaat massiv zu erschüttern, ließ man in Berlin die Frage der Altersvorsorge zu einem politischen Tabuthema werden. Man wiegt die Bürger in trügerischer Sicherheit und weiß doch genau, daß es zu einem bösen Erwachen kommen muß.


Die Misere des Rentensystems ist schnell erklärt. Die Zahl der Rentenempfänger steigt und die der Beitragszahler nimmt ab. Dies ist insbesondere deshalb ein schwerwiegendes Problem, weil die deutsche Rentenversicherung auf dem Umlageprinzip basiert, bei dem – vereinfacht gesagt – die Beiträge der aktiven Arbeitnehmer direkt an die Rentner weitergereicht werden. Rein rechnerisch stehen aktuell einem Rentner noch etwa zwei Beitragszahler gegenüber; Anfang der 1960er Jahre lag dieses Verhältnis noch bei eins zu sechs. Daß dieses System nicht schon längst kollabiert ist, ist, wie bereits gesagt, einem laufenden Steuergeld-Zuschuß zu verdanken, der sich mit stark steigender Tendenz allein in diesem Jahr auf mehr als 110 Mrd. Euro belaufen wird.


Ein „weiter so“ darf es daher nicht geben. Dies sowohl aus der Perspektive der Beitragszahler

(immer höhere Beiträge), der Rentner (mehr als ein Viertel aller deutschen Rentner muß unterhalb der amtlich definierten Armutsgrenzen leben) und auch der Steuerkasse (weil der Zuschuß zur Rentenversicherung schon jetzt ein rundes Drittel des jährlichen Bundeshaushalts ausmacht). Die „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm bezeichnet eine

„Reform der Altersversorgung“ deshalb als „eine der dringlichsten sozialpolitischen Aufgaben, mit denen sich die Politik auseinandersetzen muß“.


Bei den Lösungsvorschlägen wird man um manchmal unbequeme Antworten nicht herumkommen. Dazu zählen der Gedanke an ein weiter steigendes Renteneintrittsalter genauso wie eine Förderung der privaten Vorsorge und – nicht zuletzt – ein Überdenken der Rentenanspruchsvoraussetzungen (insbesondere der Höhe nach) für diejenigen, die noch nicht so lange in Deutschland leben. Es scheint also auch hier angeraten zu sein, das „Sozialparadies Deutschland“ mancher Auswüchse zu entledigen, damit ein jahrzehntelanges Arbeitsleben hierzulande wieder in eine einigermaßen auskömmliche Rente münden kann. (tb)



Blick


Björn Höcke (AfD): «Die Schweiz ist unser Vorbild»


Jeder fünfte Deutsche würde heute die Rechtsaussen-Partei Alternative für Deutschland wählen. Ihr Taktgeber Björn Höcke spricht im Interview über bröckelnde «Brandmauern», die Nato und die Vorzüge der Schweiz.


Die Umfrageresultate schlugen in der deutschen Polit-Landschaft ein wie eine Bombe: 21% der Bevölkerung wollen die Alternative für Deutschland (AfD) wählen. In Thüringen, wo 2024 Wahlen stattfinden, ist es sogar ein Drittel, der mit dem äussersten rechten Rand sympathisiert. Das zeigt: Die Rechten sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen, die AfD wird Volkspartei. Samuel Schumacher und Chiara Schlenz



FOCUS online


Die Rente wird nicht reichen: Und daran ist jeder selbst schuld!


Das Argument „Für meine Rente habe ich gearbeitet“ zieht beim Rentensystem nicht. Es müsste heißen, „Ich habe hart dafür gearbeitet, dass meine Eltern einen schönen Lebensabend genießen können. Dann habe ich mich dazu entschieden, keine oder nur wenige Kinder zu bekommen, jetzt erwarte ich dennoch von der nachfolgenden Generation, dass sie die gleichen Beträge rausrückt wie meine Eltern bekommen haben, ganz egal, ob das für sie machbar ist oder nicht.“ Das Problem ist also hausgemacht. Und die Politik tut nur wenig, um diese Denkweise zu entkräften. Im Gegenteil. Sie doktert an der gesetzlichen Rente herum und weicht die notwendigen Reformen von 2004 auf.


Vor Corona ging es den Deutschen so gut wie lange nicht, die Zinsen waren im Keller, die Inflation auch, die Arbeitslosigkeit ebenfalls. Ich mache mich sicher nicht beliebt, wenn ich sage: Die meisten Menschen hätten zwischen 2004 und 2020 durchaus für ihr Alter vorsorgen können, wenn sie denn gewollt hätten. Und vielleicht hätten sie sogar gewollt, wenn ihnen einmal jemand klipp und klar gesagt hätte: Ihre Rente wird nicht reichen. Und wenn Sie daran etwas ändern wollen, dann MÜSSEN Sie sich selbst helfen.

FJE-MARKTAUSBLICK


Szenario einer weltweiten Rezession ist unrealistisch


In Deutschland und Europa steigen die Konjunkturrisiken allerdings deutlich: Starke Abschwächung der Frühindikatoren, u. a. der Einkaufsmanagerindizes und tiefe Inversität der Zinskurve als Signale für eine harte Landung.


Europa und vor allem Deutschland könnten vor einer längeren Wachstumsschwäche stehen. Aktuelle politische Maßnahmen in Deutschland sind sehr kritisch zu sehen: kaum mehr vorhandenes Industrieverständnis in der Politik dürfte zu vermehrten Produktionsverlagerungen Richtung USA und Asien führen.


China: Regierung hat erkannt, dass sie mehr tun muss, um die Wirtschaft in Gang zu bringen.

MittelstandsExperten


Sie haben bereits eine Patientenverfügung? Gut!


Sie haben noch keine? Mutig!


Eine fehlende Patientenverfügung kann Ihre letzten Tage auf Erden zur Hölle machen. Denn dann müssen Ärzte alles tun, um Sie am Leben zu halten, egal was das für Sie oder Ihre Angehörigen bedeutet. Sie sind ausgeliefert. Deshalb sollten Sie keinen Tag länger warten. Denn Sie wissen nie, wann es zu spät ist.



Merkur.de


Fast vier Jahrzehnte nach der Tschernobyl-Katastrophe sind viele Pilze in Bayern immer noch mit radioaktivem Cäsium kontaminiert. Insbesondere Gebiete im Bayerischen Wald, im Donaumoos nahe Ingolstadt sowie Regionen in den Alpen rund um Mittenwald und im Berchtesgadener Land sind betroffen.



THE EPOCH TIMES


Eine neue Studie legt nahe, dass Ausgangsbeschränkungen, die weltweit als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie eingesetzt wurden, nicht zu einer Reduzierung der Übersterblichkeit geführt haben. Sie könnten sogar mit zusätzlichen Todesfällen in Verbindung gebracht werden.


Weitere Forschungen haben aufgezeigt, dass während der Isolation aufgrund der Pandemie Fälle von Kindesmisshandlung und häuslicher Gewalt zugenommen haben. Zudem könnte das Verschieben von Krebsvorsorgeuntersuchungen während der Lockdowns zu ungünstigeren Verläufen von Krebserkrankungen führen. Überdies wurde ein Anstieg bei Drogenüberdosierungen und Mordfällen verzeichnet. Mary Gillis

Finanzbrief


Nichts Neues vom alten Soli. Das Bundesverfassungsgericht hat kürzlich eine Vorlage aus 2013 (!) zur Verfassungswidrigkeit des Soli von 1995 als unzulässig verworfen (Az.: 2 BvL 6/14). Damals hatte der 7. Senat des FG Niedersachsen ein Verfahren ausgesetzt, in dem ein Steuerzahler die Anwendung des ursprünglich befristeten Soli-Gesetzes aus 1991 (erst Finanzierung des Golfkrieges, dann, ab 1995 Finanzierung der Wiedervereinigung) für verfassungswidrig hielt, da ein Solidaritätszuschlag nach seiner Ansicht als kurzfristige Ergänzungsabgabe nicht so lange erhoben werden dürfe.


* Nun, der reformierte Soli gilt heute nur noch für “Besserverdienende”. Die etwa 90 % der Bevölkerung, die vom Soli “befreit” sind, rechnet sich nach Anzahl der Köpfe. Betragsmäßig zahlten “die restlichen 10 %” mit 12 Milliarden in 2022 noch rund 64 % des Solidaraufkommens von 2020 (damals 18,7 Mrd.). Auch heute bleibt seine Verfassungsmäßigkeit umstritten.


Zum aktuellen Teil: Das Bundesverfassungsgericht hält die Richtervorlage aus 2013 für unzulässig, zieht sich aber dabei aufs Formale zurück. Der vorlegende Senat habe nicht ausreichend (wie in Art. 100 Grundgesetz verlangt) die Verfassungswidrigkeit der Norm und auch nicht deren Entscheidungserheblichkeit für den Fall dargelegt. Das FG Niedersachsen (Az.: 7 K 143/08) muss nun das Verfahren selbst entscheiden, am besten nach den aktuellen Leitlinien des Bundesfinanzhofs. Das Verfassungsgericht hat sich gedrückt. Dazu fast ein Jahrzehnt gebraucht zu haben, strapaziert den Kläger, die Steuerzahler sowie den Glauben an die “Unabhängigkeit” der Gerichte.


Der Bundesfinanzhof gab im Januar 2023 (Az.: IX R 15/20) seine rechtliche Beurteilung zu “außergewöhnlichen Längen bei außergewöhnlichen Abgaben” ab: Erst nach 30 Jahren sollte eine Überprüfung anstehen. Stichwort: “Generationen-Aufgabe”. Auch wenn ein Finanzbedarf nur vorübergehender Natur sein dürfe, bestehe für den Souverän im Hinblick auf den Begriff “vorübergehend” ein weiter zeitlicher Spielraum. Ein ehemaliger Finanzminister nannte es Beinfreiheit. Der Deutsche Michel lernt: Wie beim Golfkrieg oder Aufbau Ost könnte dies heute auch für einen längeren Ukraine-Krieg, die Bekämpfung des Klimawandels oder den Aufbau eigener Streitkräfte gelten.

DER SPIEGEL


Vertreter der Ampel-Fraktionen halten nichts von dem Vorschlag aus der CDU, arbeitende Rentner von der Steuer zu befreien. »Erwerbseinkommen werden steuerlich gleichbehandelt«, sagte Markus Kurth, Rentenexperte der Grünen-Bundestagsfraktion, dem »Tagesspiegel« vom Montag. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte vorgeschlagen, Rentner mit einem Lohn oder Gehalt von bis zu 2000 Euro im Monat von der Steuer zu befreien. Michael Kröger



MOORE


Per 1. Januar 2024 ändern sich die Sätze der Schweizer Mehrwertsteuer. Der Normalsatz

erhöht sich von den aktuell geltenden 7,7 Prozent auf neu 8,1 Prozent. Der Sondersatz für

Beherbergung sowie der reduzierte Satz erhöhen sich jeweils um 0,1 Prozent auf 3,8 und 2,6 Prozent.

Merkur.de


Trinkgeld zu geben, ist natürlich auch in Italien üblich. Mit einer Ausnahme: Wenn das Wörtchen “coperto” auf der Rechnung steht.


Kein Trinkgeld wird von Ihnen erwartet, wenn in der Rechnung „coperto” also „Gedeck” angeführt ist. Das ist in vielen Restaurants, aber auch in Cafés mit größeren Speisekarten häufiger der Fall. Die Kosten dafür liegen im Schnitt zwischen zwei und fünf Euro pro Person. Gäste erhalten für dieses Geld Brot, die landestypischen Grissini oder ein paar Oliven. Eine Gabe für den guten Service kann man aber natürlich trotzdem da lassen. Ulrike Hanninger



Geld und mehr


In Thailand will die größte Regierungspartei Pheu-Thai zur Förderung der Digitalisierung und der Konjunktur allen Bürgern ab 16 Jahren ein Handgeld von etwa 280 Dollar zukommen lassen, das nur in einem Umkreis von vier Kilometern um deren Wohnsitz ausgegeben werden kann und nach sechs Monaten abläuft.


Zugang zu den versprochenen 10.000 Baht programmierten Geldes sollen die Bürger entweder über ihre, mit ihren nationalen Identitätsnummern verknüpften digitalen Geldbörsen auf dem Smartphone erhalten, oder indem sie unter Vorlage ihrer nationalen ID-Karte einen persönlichen Code abholen. Norbert Häring


Blick fürs Unwesentliche


Man wollte der Wahrheit nicht ins Auge schauen. Deutschland lebt weit über seine Verhältnisse.


Ende der neunziger Jahre, als die grossen Finanzlöcher im Berliner Landeshaushalt immer bedrohlicher wurden, entdeckten die Politiker der damals regierenden CDU-SPD-Koalition die «Vermögensaktivierung». Der Verkauf von Landesvermögen, also ein Verscherbeln des Tafelsilbers, sollte Milliardenbeträge bringen, um die laufenden Defizite im Landeshaushalt abzudecken. 2001 ging die Koalition im Chaos des Berliner Bankenskandals unter. Anfang 2002 äusserte ich dann als neuer Finanzsenator öffentlich die Einschätzung, Berlin habe kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Das verursachte in Politik und Medien eine anhaltende Empörungswelle. Man wollte der elementaren Wahrheit nicht ins Auge schauen, dass das Land weit über seine Verhältnisse lebte und umfangreiche strukturelle Einsparungen unvermeidlich waren. Ich brauchte einige Zeit, um die psychologischen Wurzeln dieser Vermeidungsstrategie zu durchschauen:


  • Ein Student, der Angst vor der Überforderung durch seine Seminararbeit hat, spitzt seine Bleistifte, ordnet das Schreibpapier und eilt zu allerlei überflüssigen Besorgungen, nur um den schrecklichen Moment der Konfrontation mit der eigenen Unwissenheit und Einfallslosigkeit noch ein wenig hinauszuzögern.

  • Die Geschäftsführung eines von Insolvenz bedrohten Unternehmens flüchtet sich vor dem unvermeidlichen Gang zum Amtsgericht in allerlei Randaktivitäten, etwa in die Reform des Kantinenwesens oder die Reisekostenabrechnung, weil sie auf die zentralen Fragen zum Produkt oder zur Vertriebsstrategie keine Antwort hat. Exakt dieser Mechanismus wirkt heute in der rot-grün-gelben Bundesregierung. Die Vernachlässigung ihrer grossen Aufgaben ist tragisch, und die Reformwut auf allerlei modischen Nebenfeldern ist vergleichsweise lächerlich. Die Schäden werden allerdings auch dort gross sein.

Wesentlich für Deutschland wäre:

  • ein Stopp der illegalen Einwanderung mit entsprechender Reform des Asylrechts;

  • die Sicherung einer stabilen und preisgünstigen Energieversorgung;

  • eine Bildungsreform, die den anhaltenden Verfall der Bildungsleistung beendet;

  • eine Bürokratiereform, die das Planen und Bauen in Deutschland erleichtert und bezahlbaren Wohnungsbau ermöglicht;

  • eine Unternehmenssteuerreform, die den Standort wieder attraktiver macht;

  • eine Haushaltskonsolidierung, die die Ausgaben für die Infrastruktur und die Bundeswehr massiv erhöht und dies durch Umschichtung aus den Sozialausgaben finanziert.

Nichts davon ist in Sicht, denn es fehlt nicht nur an politischer Einigkeit zwischen den Koalitionspartnern, sondern auch an Umsetzungsideen. Stattdessen werden die jeweiligen politischen Lieblingsthemen der Koalitionspartner abgearbeitet, solange sich die anderen nicht allzu sehr daran stören:


  • Die SPD bekam mit dem Bürgergeld den ersehnten Ausstieg aus den verhassten Hartz-IV-Reformen und wickelte damit das wichtigste Erbe des Reformkanzlers Gerhard Schröder ab.

  • Grüne und SPD kommen mit der Kindergrundsicherung ihrem Traum näher, die Familie zu entkernen und die Eltern von der finanziellen Verantwortung für ihre Kinder zu befreien.

  • Grüne und SPD bekamen gegen den matten Widerstand der FDP den endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie.

  • Grüne und FDP bekommen mit der Freigabe von Cannabis ein Mehr an bürgerlichen Freiheiten auf Kosten der gefährdeten Jugend.

  • FDP und Grüne bekommen mit der Erleichterung des standesamtlichen Geschlechtswechsels die Beglaubigung der Fiktion, es gebe kein biologisch determiniertes Geschlecht.

  • SPD, Grüne und FDP bekommen mit der erleichterten Einbürgerung mehr Nenndeutsche und eine Senkung der Ausländerquoten in der amtlichen Statistik. Aber die integrationsfeindlichen Fehlanreize im Sozialrecht werden durch die Erhöhung des Bürgergeldes noch verstärkt. Tatsächlich hat in Deutschland das Angebot der sozialen Hängematte einen immer grösseren Vorrang vor der Integration in den Arbeitsmarkt. Auch ohne die ungelösten Probleme der Energiewende gilt leider: Deutschland hat gegenwärtig die schlechteste Bundesregierung seit 1948. Aber wo ist in der CDU/CSU ein Herbert Wehner oder ein Helmut Schmidt, der mit einer starken Opposition dieser Koalition des Versagens Paroli bietet und die unzufriedenen Bürger mit sich reisst? Thilo Sarrazin


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Der nächste Immobilienboom


Der zweitstärkste Jahrgang der US-Geschichte – die Kinder der Babyboomer – betritt gerade den Immobilienmarkt. Der Erstkäufer eines Hauses in den USA ist im Mittel 33 Jahre alt. Dort trifft er auf das niedrigste Angebot an Einfamilienhäusern seit über 40 Jahren. Nur knapp 800'000 Einheiten stehen derzeit zum Verkauf. Das sollte einen Bauboom auslösen, so wie die Babyboomer in den 1990er Jahren für jahrelanges Wachstum in der Bauindustrie sorgten.

kath.emmen-rothenburg.ch


Dass in der Schweiz die KatholikInnen ihre Steuer nicht dem Bischof entrichten, ist weltweit einzigartig. In 21 der 26 Kantone – so auch in Luzern – bezahlen KatholikInnen die Kirchensteuer ihrer Kirchgemeinde. Diese kann den grössten Teil davon für ihre Aufgaben vor Ort verwenden. Lediglich fünf Prozent fliessen an die Landeskirche, je ein weiteres Prozent an das Bistum und die RKZ (Röm.-kath. Zentralkonferenz). Natürliche Personen (Private) zahlen auch in anderen Ländern Kirchensteuern, juristische (Firmen) dagegen nur in der Schweiz. Die Überlegung dahinter ist einfach: Die Wirtschaftsbetriebe sollen dort, wo sie ihren Sitz haben, ebenfalls etwas zum Wirken der Kirchen beitragen, ziehen sie doch auch Nutzen aus einem funktionierenden Gemeinwesen. Übrigens zahlen juristische Personen ökumenische Kirchensteuern, wird ihr Beitrag doch entsprechend den Mitgliederzahlen auf die römisch-katholischen, reformierten und die christkatholischen Kirchgemeinden aufgeteilt. Im Kanton Luzern bezahlen Unternehmen jährlich rund 16,5 Millionen Franken an Steuern an die drei Landeskirchen.

Die Einkommensteuer hat mehr Kriminelle geschaffen als jedes andere Gesetz. Barry Goldwater
Es sind nicht die Menschen, die nicht kreditwürdig sind, sondern die Banken, die nicht menschenwürdig sind. Muhammad Yunus, Friedensnobalpreis-Träger 2006
"Banken sind gefährlicher als Armeen." Thomas Jefferson
Deutschland im Herbst 2023: Wer den Krieg durch immer mehr Waffenlieferungen endlos verlängern will, steht heute auf der richtigen Seite des Gesetzes. Jene aber, die sich für Frieden einsetzen, werden für ihre »Meinungsverbrechen« von der Justiz verfolgt. Michael Grandt

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