Krypto: Das erfahren die Finanzämter
- Holbach News

- 29. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Krypto-Anleger müssen sich auf deutlich mehr Transparenz einstellen: Mit einem neuen Gesetz werden Gewinne aus Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowerten künftig systematisch erfasst und automatisch an die Finanzbehörden gemeldet. Der Bundesrat hat dem sogenannten Kryptotransparenzgesetz zugestimmt und damit den Weg für eine automatische Meldung von Krypto-Transaktionen frei gemacht.

Automatischer Datenaustausch innerhalb der EU
Kern der neuen Regelung ist ein europaweiter Informationsaustausch. Anbieter von Kryptodienstleistungen müssen künftig Daten zu ihren Nutzern sowie zu deren Einkünften und Transaktionen erfassen und melden. Die nationalen Finanzbehörden geben diese Informationen anschließend an andere EU-Staaten weiter, sofern Nutzer dort steuerlich ansässig sind.
ür Krypto-Börsen, Broker und Wallet-Anbieter bringt das Gesetz deutlich strengere Vorgaben mit sich. Sie müssen die Identität ihrer Nutzer prüfen und unter anderem deren Wohnsitz feststellen. Einmal pro Jahr sind umfangreiche Datensätze elektronisch an das Bundeszentralamt für Steuern zu übermitteln.
Zu den meldepflichtigen Informationen zählen neben der Identität der Nutzer auch Art und Umfang der Transaktionen. Dazu gehören etwa Käufe, Verkäufe und Tauschgeschäfte, aber auch Staking und Lending. Zudem müssen Bestände und Wertentwicklungen gemeldet werden. Die Pflichten gelten nicht nur für den Handel selbst, sondern auch für Verwahrung, Beratung und ähnliche Dienstleistungen rund um Kryptowährungen. Wer gegen die neuen Melde- und Mitwirkungspflichten verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Ordnungswidrigkeiten können wohl mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Quelle: PC-Welt.



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