Fiktive Wertzuwächse: So sollen Immobilieneigentümer abgezockt werden
- Holbach News

- vor 2 Tagen
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Ein Haus kann nicht ins Ausland fliehen
Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), gehört zu den einflussreichen Stimmen in der wirtschaftspolitischen Debatte – und sorgt mit seinen Vorschlägen für erheblichen Widerspruch. Er plädiert offen für eine deutlich stärkere Besteuerung von Immobilienvermögen.

Seine Argumentation ist unglaublich und unverschämt: Immobilien seien unbeweglich und damit besonders leicht steuerlich zu erfassen. Oder, zugespitzt formuliert: Ein Haus ist immobil. Es kann nicht ins Ausland fliehen. Genau darin besteht das Problem. Wer einmal gebaut oder gekauft hat, ist langfristig gebunden – und kann steigenden Abgaben kaum ausweichen. Eigentum wird damit zur festen Größe, auf die staatliche Zugriffe besonders leicht möglich sind.
Besonders umstritten ist Fratzschers Idee, auch sogenannte »Wertzuwächse« stärker zu besteuern. Gemeint sind dabei nicht unbedingt realisierte Gewinne, sondern auch rechnerische Wertsteigerungen von Immobilien. Im Klartext bedeutet das: Eigentümer könnten zur Kasse gebeten werden, obwohl kein tatsächlicher Verkauf stattgefunden hat – und obwohl ein Teil dieser Wertentwicklung schlicht auf Inflation beruht. Unglaublich!
Die aktuellen Entwicklungen könnten langfristige Auswirkungen haben. Weniger Menschen investieren in Eigentum, der Druck auf den Mietmarkt wird immer höher und die Bautätigkeit im privaten Bereich geht zurück. Das wiederum verschärft bestehende Probleme auf dem Wohnungsmarkt.
Die Diskussion um Immobilien, Steuern und Regulierung hat an Dynamik gewonnen. Für Eigentümer wird das in Zukunft steigende Kosten, neue Anforderungen und wachsende Unsicherheit bedeuten. Der Raffgier-Staat, der nicht mit Geld umgehen kann, hat damit den Krieg gegen die Immobilieneigentümer eröffnet. (Autor: Michael Grandt), Quelle: KOPP exklusiv.



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