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Europa: Aufrüsten für den Frieden?

Jahrzehntelang lebte Europa in einer Illusion der Sicherheit: getragen von einem Modell der liberalen Demokratie, das auf Recht, Handel und Zusammenarbeit beruht. Der alte Kontinent profitierte vom Schutz der Vereinigten Staaten dank der Nato, einem nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen Bündnis zur Eindämmung der sowjetischen Bedrohung. An diesen Hüter der kollektiven Sicherheit delegierten die Europäer ihre Verteidigung. Der Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 bestärkte das Gefühl der Sicherheit. Im Glauben, ein Zeitalter dauerhaften Friedens sei angebrochen, fuhr Europa seine Rüstungsinvestitionen zugunsten sozialer Ausgaben herunter und entfernte sich nach und nach von der Idee einer strategischen Selbstbestimmung. Doch heute wankt dieses Modell: Die Bedrohungen sind zurück und das Atlantische Bündnis erscheint längst nicht mehr so unantastbar wie einst. Europa wird sich jäh seiner Verletzlichkeit in einem instabilen Umfeld bewusst. Quelle: Arte.

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