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Die Gefahr der Welt-Indizes

Im Casino wie auch an der Börse endet es meist böse, wenn Anfänger auf Anhieb Erfolg haben. Selbstüberschätzung und immer riskantere Wetten sind die natürliche Folge. Die USA sind immer noch eine relativ junge und glückliche Nation unter der Führung eines ausgewiesenen Hasardeurs als Präsidenten. Das Land hat seit geraumer Zeit einen Lauf und beginnt, Fortunas Gunst zu strapazieren. Donald Trump ist eigentlich als Gegner der «Forever Wars» ins Amt gekommen. Doch an der Spitze der grössten Militärmacht ist der Sog zur Einmischung in die Weltpolitik stark, auch andere deklarierte Non-Interventionisten wie Barack Obama sind ihm schon erlegen. Umso gefährlicher wird es, wenn bei den ersten Interventionen alles glatt geht. Die Rede ist hier nicht nur vom Militärschlag gegen Venezuela, der offenbar den Appetit auf mehr Abenteuer geweckt hat. Auch in Sachen der anhaltend hohen Fiskaldefizite und neuerdings des Versuchs, die Notenbank mit der Brechstange zu beeinflussen, fahren die USA einen riskanten Kurs nahe am Abgrund, auf dem andere Länder schon abgestürzt sind. «Bis jetzt ist ja alles gut gegangen», lautet das ewige Kredo der Narren. Erstaunlich ist dabei vor allem, dass der Rest der Welt weiter so begierig amerikanische Aktien und Anleihen hält und sogar noch dazukauft. Was immer die richtige geographische Asset-Allocation in der neuen Weltordnung sein mag, gut Dreiviertel des Vermögens in US-Papiere zu investieren, wie es die Weltindizes vorgeben und passive Investoren nachmachen, scheint mir das Schicksal herausgefordert. (Autor: Peter Frech), Quelle: Quantex Werte.

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