Wohin geht der Goldpreis?
- Holbach News

- 21. Juli
- 1 Min. Lesezeit

Zuletzt schlechtestes Quartal seit 10 Jahren. Die technische Abschwächung nach der extrem markttechnischen Überreizung im Januar war normal. Was verwundert, ist die Stärke der Abschwächung mit fast 30%. Jetzt hat die Deutsche Bank das Kursziel für Gold um 22% zurückgenommen, und auch Goldman Sachs reduzierte sein Kursziel um 500 $ auf 4.900 $. Was zuletzt über die Markttechnik hinaus belastete, war die Berufung von Kevin Warsh als neuer Notenbankpräsident. Seitdem fällt der Goldpreis von der Spitze fast 5.600 $ auf unter 4.000 $ . Darüber hinaus sind seitdem die kurzfristigen US-Zinsen gestiegen, und der Dollar hat sich befestigt. Niemand spricht mehr vom "Debasement-Trade" oder der Notwendigkeit anderer „Währungen“ wie Bitcoin. Warsh mit seiner Betonung auf Inflationsbekämpfung und höhere Zinsen hat das zinslose Gold belastet. Indien steuert gegen Goldimporte, weil man für Ölimporte die knappen Devisenreserven braucht. Indien ist traditionsgemäß der größte Goldkäufer. Goldminen schienen im Hinblick auf das hohe Goldpreisniveau und historische Rekord-Buy-Backs aussichtsreich. Jetzt überraschen viele Minen mit stark steigenden Kosten und schlechtem Management bei den Beteiligungen. Hoffnung gibt die Markttechnik. Im Gegensatz zum Januar, damals historischer Rekordoptimismus, überwiegt jetzt deutlich der Pessimismus. Hulbert Goldpessimismus -41%. Wie der gestiegene Realzins belastete, sollte im Zuge von Inflationsrückgängen im Jahresverlauf sinkender Realzins Gold und Goldminen wieder unterstützen. Quelle: Finanzwoche.



Kommentare