Allgemeiner Marktkommentar

Für Gold- und Silberaktien spricht nicht nur die voraussichtlich günstige Edelmetallpreisentwicklung. Der Debasement Trade, bezogen auf Dollar und US-Bonds, motiviert genauso zum Kauf von Goldaktien, wie auch die sehr günstige Entwicklung des freien Cashflows. Gold- und Silberaktien könnten also eine Absicherung in kommenden schwierigen Investmentzeiten sein. Ein schwächerer Dollar wäre ein weiterer Pluspunkt für den Goldpreis.
Gleiches gilt für Öl-Aktien. Bei dauerhafter Sperrung der Straße von Hormus sind wesentlich höhere Ölpreise realistisch. Die Ölgesellschaften verdienen nicht nur im Hinblick auf höhere Ölpreise, sondern auch wegen der auf historischen Höchstständen liegenden Verarbeitungsspannen für Mineralölprodukte. Der sogenannte Crackspread liegt zum Beispiel bei Diesel auf historischen Höchstständen. Der rekordhohe Dieselpreis in den USA erklärt sich nicht nur aus dem Anstieg des Rohölpreises, sondern auch mit Blick auf die hohe Dieselnachfrage. Der US-Dieselmarktanteil liegt bei LKW, Schiffen und im US-Agrarwesen bei über 80%.
Abgesehen von Gold und Silber dürfte auch mit weiter steigenden Preisen für Kupfer zu rechnen sein. Zu einer globalen Verknappung am Kupfermarkt könnte auch die Tatsache beitragen, dass die chinesische Kupferproduktion im Juli um 3,7% gegenüber dem Vormonat zurückging. Besonders auf mehrere Jahre Sicht zeichnet sich eine Kupferverknappung auf dem Weltmarkt ab. Besonders stark ist der Anstieg des Kupferverbrauchs bei den erneuerbaren Energien. Vom chinesischen Häusermarkt sind dagegen in Bezug auf Kupferverbrauch keine positiven Impulse zu erwarten.
Aufwärtsbewegungen zeigt auch der Weizenpreis. Die Düngemittelpreise ziehen an, weil die Rohstoffe für die Düngemittelerzeugung nicht mehr die Straße von Hormus passieren können. Ähnlich wie beim Ölpreis tragen auch ukrainische Angriffe auf russische Weizenverladungshäfen und russische Angriffe auf ukrainische Häfen zum Weizenpreisanstieg bei. Russland und die Ukraine erzeugen ein Viertel des Weltweizens. Für die amerikanische Zinssenkungspolitik kämen höhere Lebensmittelpreise beziehungsweise zinstreibende Inflationssteigerungen höchst ungelegen. Quelle: FINANZWOCHE.




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