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Wieso nicht eine Auswanderungs-Initiative?

Im Ernst: Wenn mehr Rentner auswandern würden, wären viele Probleme auf einen Schlag gelöst



Die SVP wollte mit ihrer 10-Millionen-Initiative die Einwanderung beschränken. Das ist gescheitert, weil die Wirtschaft dagegen Sturm lief, weil vor allem willige Arbeitskräfte in die Schweiz kommen. Wieso also nicht umgekehrt, und damit meine ich nicht die Alten und nicht mehr Arbeitenden hinausschmeissen, sondern zum Auswandern motivieren? Und zwar am besten gleich mit 65, einem Alter, wo man noch fit ist. Zum Beispiel mit einem finanziellen Anreiz. Vielleicht würde nur schon genügen: Ihnen die Reise zu bezahlen, plus einen vorbereitenden Sprachkurs? So wie das schon zwischen 1880 und 1884 der Fall war, als die Schweiz arm war.


Viele Rentner/innen machen das bereits heute auch ohne Anreiz, aber auch aus purer Not, weil ihre Rente schlicht nicht ausreicht, hier in der Schweiz ein anständiges Auskommen zu finanzieren.


Viele Probleme könnte man so lösen: Wohnungsproblem, zu wenig Spitalplätze, zu wenig Pflegepersonal, die hohen Krankenkassenpämien. Die entlastete Schweiz könnte mehr Arbeitskräfte zulassen, damit würde auch die Finanzierung der AHV gesichert, die Alterspyramide käme ins Gleichgewicht.


Die Einwanderungsländer? Die haben das Problem, dass die Bevölkerung meist zu jung ist. Die neue Kaufkraft wäre willkommen, die meisten Länder sind immer noch freundlich gesinnt gegenüber Fremden.


Eine Auswanderungsinitiative war vor 150 Jahren schon einmal erfolgreich. Wieso nicht heute? Die Frage ist, wer eine solche lancieren könnte und würde. Politische Parteien? Allesamt mutlos, ohne Fantasie – und vor allem ohne die Portion Leichtigkeit, um nicht zu sagen Humor, die es für so etwas bräuchte. (Autor: Toni Saller), Quelle: insideparadeplatz.ch.

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