Das Vertrauen in die Politik schwindet

Was soll ein „Landesvater“ schon anderes sagen, wenn eine Studie des renommierten Göttinger Instituts für Demokratieforschung zu einem so niederschmetternden Ergebnis kommt: Die Menschen haben schlicht kein Vertrauen mehr in Politik und Politiker. Kurz vor der Kommunalwahl am 13. September ist das in der Tat ein Alarmsignal, wie Ministerpräsident Olaf Lies (59, SPD) am Mittwoch festgestellt hat.
Die Zufriedenheit mit der Demokratie in Niedersachsen ist einer Studie zufolge auf ein historisches Tief gesunken. Erstmals seit 2019 überwiegt die Unzufriedenheit: Nur noch 30 Prozent der Befragten bewerten den Zustand der Demokratie positiv, 2023 waren es 35 Prozent. Das zeigt der Niedersächsische Demokratie-Monitor 2025 der Universität Göttingen (1498 Befragte).
Verstimmt sind besonders 30- bis 59-Jährige. Eine unmittelbare Systemkrise sehen die Forschenden nicht, doch der Rückhalt für Institutionen erodiert. Während 79 Prozent der Menschen der Polizei vertrauen, sind die Werte für Parteien (14 Prozent) und Politiker (11 Prozent) niedrig. Nur 47 Prozent glauben, dass die Politik ihre Probleme überhaupt wahrnimmt – ein Rekordtief. Mit der Landesregierung sind immerhin noch 41 Prozent zufrieden, deutlich mehr als mit der Bundesregierung (19 Prozent). Die rot-grüne Regierung findet selbst bei CDU-Anhängern Zustimmung. Gleichzeitig zeigt sich eine politische Rechtsverschiebung – nicht zulasten linker Positionen, sondern der Mitte. Quelle: Die Harke – DH Politik in Niedersachsen.




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