Wann kommt der digitale Euro?
- Holbach News

- 2. Juli
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Die Europäische Union nähert sich der Einführung eines digitalen Euros, einem Projekt, das darauf abzielt, die Abhängigkeit von US-basierten Zahlungsnetzwerken wie Visa, Mastercard, Apple Pay und Google Pay zu verringern.
Zur Erklärung der Idee sagt die EZB, der digitale Euro würde als staatliches digitales Geld funktionieren, getrennt von den Kontoständen. "Der digitale Euro wird denselben Wert haben wie Bargeld im Umlauf", hat die Zentralbank erklärt.
Im Rahmen des vorgeschlagenen Systems könnten Nutzer digitale Euro in einer eigenen elektronischen Geldbörse speichern, die von Banken oder öffentlichen Institutionen bereitgestellt wird. Zahlungen konnten in Geschäften, online oder zwischen Einzelpersonen mit Karten, mobilen Apps oder Handys erfolgen, mit einer Option für Offline-Transaktionen, die dem Bargeld ähneln. Die EZB erklärt außerdem, dass das System starke Datenschutzmaßnahmen enthalten wird.
Der Bankensektor bleibt jedoch vorsichtig. Der Europäische Bankenverband schätzt, dass die Umsetzung bis zu 18 Milliarden Euro kosten könnte, deutlich mehr als die Prognose der EZB von 4 bis 5,8 Milliarden Euro.
Banken haben zudem Bedenken geäußert, dass Verbraucher Einlagen in digitale Euro-Geldbörsen verlagern könnten, was möglicherweise die verfügbare Bankfinanzierung einschränkt. Die EZB lehnt dieses Risiko ab und argumentiert, dass das Design des Systems großflächige Abhebungen aus dem Bankensektor verhindern würde.
Finanzinstitute warnen außerdem, dass der digitale Euro mit bestehenden europäischen Zahlungsinitiativen wie Wero konkurrieren könnte, was eine weitere Wettbewerbsebene in der Zahlungslandschaft der Region hinzufügen könnte. Quelle: novinite.com.



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