top of page

Politik und Börse


Inzwischen kann man die grüne Selbstzerstörung Deutschlands überall nachverfolgen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt und damit der deutsche Wohlstand steigen nicht mehr. Wenn man genau rechnet, fällt das Nettoinlandsprodukt, also unter Herausrechnung der Abschreibungen auf den Kapitalstock, sogar. Abgesehen von den angerichteten Schäden durch die falsche deutsche grüne Energiepolitik wird Deutschland nun verstärkt durch die Kriege im Iran und in der Ukraine belastet, sodass Deutschland im Hinblick auf die ohnehin angeschlagene Wettbewerbsfähigkeit vor einem doppelten Problem steht. Es ist also kein Wunder, dass die deutsche Börse in diesem Jahr nicht gestiegen ist, wenn man ehrlich ohne Berücksichtigung der Dividenden rechnet, gegenüber zweistelligem Plus in Italien und Spanien. Besonders Spanien zeichnet sich durch eine gegenüber Deutschland wesentlich klügere Politik aus und sieht das volkswirtschaftliche Heil des Landes nicht ausschließlich in einem Herauffahren der Militärausgaben z.B. für Panzer. Allein der fehlgeplante und abgesagte Fregattenbau in Deutschland soll 2,5 Mrd. € gekostet haben. Man investiert offensichtlich weitestgehend in Waffensysteme von vorgestern. Die Ukraine setzt jetzt 50.000 von Deutschland finanzierte Drohnen ein.


Spanien denkt an das eigene Land und wächst mit circa 2,5% gegenüber nahezu Nullwachstum in Deutschland. Spanien und Italien profitierten in den letzten Jahren allerdings auch von den von Deutschland wesentlich finanzierten New-Generation-Geldgeschenken und Darlehen. Solche Darlehen sollen ab dem kommenden Jahr zurückgezahlt werden. Man kann gespannt sein, ob solche dann konjunkturbremsenden Rückzahlungen wirklich vorgenommen werden. Italien und besonders Spanien votierten zuletzt lautstark für die Ausgabe von europäischen Gemeinschaftsschulden, bei denen dann, wie schon bei den 806,9 Mrd. € New-Generation-EU-Ausgaben, die Hauptlast auf Deutschland entfällt (davon 338 Mrd. € als nicht rückzahlbare Geschenke).


Solche neuen Euro-Bond-ähnlichen Anleihen würden allerdings eine zusätzliche Belastung für den ohnehin schwachen deutschen Bondmarkt sein. Auch die Vervielfachung der deutschen Rüstungsausgaben treibt das deutsche Zinsniveau (Bund-Zins auf 15-Jahreshoch). Solche Euro-Bond-ähnlichen Anleihen zugunsten der Mittelmeerländer würden die deutschen Zinsen noch weiter nach oben treiben und die Konjunktur noch mehr belasten. Fazit: Geopolitisch und monetär scheinen die Aussichten für die deutsche Börse wenig positiv. Quelle: Finanzwoche.

Kommentare


© 2026  

Alle Rechte vorbehalten

Hans-Peter Holbach

Auch für meine private Webseite gilt ebenfalls die AGB und Datenschutzerklärung dieser Webseite

bottom of page