Auswandern aus Deutschland:
- Holbach News

- 16. Juli
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Warum zwei Drittel der Beschäftigten wegwollen
Eine aktuelle Umfrage zeigt: Über 66 Prozent der Beschäftigten erwägen den Jobwechsel ins Ausland. Vor allem die hohe Steuerlast schreckt ab.

Derzeit machen Meldungen über den Personalabbau in der deutschen Automobilbranche die Runde und immer mehr befürchten eine Deindustrialisierung im noch führenden europäischen Industrieland. Offensichtlich ist nicht nur das Kapital ein scheues Reh, sondern auch die Arbeitskräfte werden immer volatiler. Deutschland galt lange Zeit als attraktiver Arbeitsstandort. Doch offenbar verliert das Land aufgrund der politischen Umwälzungen für viele Arbeitnehmer inzwischen an Reiz.
Die Abwanderung aus Deutschland betrifft sowohl einheimische als auch zugewanderte Fachkräfte. Jährlich verlassen laut Schätzungen viele zehntausend internationale und deutsche Fachkräfte das Land, wobei als Hauptursachen die Steuerlast, hohe Lebenshaltungskosten, Bürokratie, politische Unzufriedenheit sowie mangelnde Willkommenskultur und soziale Isolation angegeben werden.
Jährlich verlassen rund 210.000 Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft im Alter von 20 bis 40 Jahren das Land, drei Viertel davon mit Hochschulabschluss – Tendenz steigend. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts und des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung.
Die wichtigsten Gründe für die Überlegung, eine Arbeit im Ausland anzustreben, sind eine bessere Bezahlung (50,8 Prozent), eine höhere Lebensqualität (50,7 Prozent), ein angenehmeres Klima (41,7 Prozent) sowie eine niedrigere Steuer- und Abgabenlast (41,5 Prozent) und deutlich abgeschlagen mit 24 Prozent erhoffte bessere Karriere- und Aufstiegschancen.
Wer es sich leisten kann und hierzulande nicht durch Immobilien gebunden ist, wird sich somit aus diesem Land verabschieden und sich nicht vor der angekündigten De-Industrialisierung Deutschlands fürchten. (Autor: Christoph Jehle), Quelle: Telepolis.



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