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Wie Unternehmerfamilien ihr Vermögen ausrichten

Unternehmerfamilien blicken angespannt in die Zukunft. Die größte Gefahr für ihr Vermögen sehen sie nicht in Kriegen oder Handelskonflikten – sondern in höheren Steuern und Abgaben in Deutschland. Das zeigt eine Befragung von Pictet unter 140 Gesellschaftern großer und mittelgroßer Familienunternehmen.



71 Prozent der Befragten nennen Steuer- und Abgabenerhöhungen als Bedrohung für den Vermögenserhalt. Das ist ein Anstieg um 9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr und der höchste Wert seit Beginn der Erhebung.


Die Handelskonflikte verändern auch die Internationalisierungsstrategie. 57 Prozent der befragten Familienunternehmen passen ihre Auslandsstrategie an. Europa steht dabei klar im Mittelpunkt: 45 Prozent derjenigen, die ihre Strategie anpassen, wollen ihr Europa-Engagement ausbauen. Bei Investitionen ins Familienvermögen zeigt sich dasselbe Bild – 31 Prozent erhöhen ihr Engagement auf dem europäischen Kontinent, nur 9 Prozent investieren mehr in China.


Wer neue Märkte erschließt, schaut vor allem nach Indien: Das Land führt mit 15 Nennungen das Ranking der Zielmärkte an, gefolgt von der gesamten asiatisch-pazifischen Region und afrikanischen Märkten.


Auch in der Nachfolgeplanung tut sich etwas. 46 Prozent lehnen eine Stiftungslösung grundsätzlich ab – 2024 waren es noch 52 Prozent. Rüsen erklärt den Trend so: Viele Unternehmerfamilien wollten verhindern, dass wachsende Gesellschafterkreise sich vom Unternehmen und dessen Werten entfernten. Die Stiftung biete einen Weg, das Eigentum anders zu organisieren – unabhängig davon, was die Nachkommen mit dem Unternehmen vorhätten. (Autorin: Benita Rathjen), Quelle: private banking magazin.

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