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Die Wahrheit über «Seltene Erden»

Seltene Erden sind nicht selten, Realisten aber schon. China dominiert den Weltmarkt für diese teils unverzichtbaren Metalle so sehr, dass die USA im Handelskrieg klein beigeben mussten. Als Gegenmassnahme hat Präsident Trump den Aufbau eines Vorrats an kritischen Metallen im Umfang von 12 Milliarden Dollar angekündigt. Das ist immerhin ein Anfang, aber wie die Analysten von Jefferies vorrechnen, war der US-Vorrat an kritischen Metallen während des Kalten Kriegs inflationsbereinigt viermal so gross. Offensichtlich waren früher Politiker mit mehr Sinn für die Realität am Werk. Auch die Pläne zum Aufbau einer eigenen Herstellungskette sind zum Scheitern verurteilt. China dominiert den Markt für Seltene Erden, weil deren Gewinnung ein dreckiger und energieintensiver Prozess ist. Das Reich der Mitte wird von Realisten geführt, welche auf wirtschaftliche und geostrategische Vorteile bedacht sind. Die meisten chinesischen Politiker haben, wie Dan Wang in «Breakneck» hervorhebt, einen Hintergrund im Ingenieurswesen. Westliche Politik war dagegen die letzten Jahrzehnte auf Idealismus ausgerichtet. An den Schalthebeln dominieren Juristen – gut darin, moralische oder formalistische Punkte in Debatten zu machen, aber ganz ohne Knowhow in Wirtschaft und Militärwesen. Das war nicht immer so: Im Boom der Nachkriegsjahre wurde Europa von vielen Ingenieuren und Volkswirtschaftlern geführt, oft mit direkter Kriegserfahrung. Realitätssinn konnte man dieser Generation nicht absprechen. Europas Problem bleibt, dass im neuen globalen Wettstreit andere Dinge zählen als in TV-Debatten. (Autor: Peter Frech), Quelle: QUANTEX WERTE.

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