top of page

Das Entstehen einer neuen Weltordnung


In Europa wird der Zerfall der Weltordnung häufig als Verlust gedeutet. Er kann allerdings auch den Beginn einer neuen, inklusiveren Ordnung markieren.


Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine an der Ostflanke der Europäischen Union, die Miss- oder besser noch Verachtung des internationalen Rechts durch die USA unter Präsident Trump und die Vorwürfe der Verletzung des humanitären Völkerrechts durch Israel im Krieg in Israel und Gaza hat vielen Europäern einen Schock versetzt. Die Weltordnung, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert hat, ist an ihr Ende gekommen. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2026: "Diese Ordnung, so unvollkommen sie selbst zu ihren besten Zeiten war, sie gibt es so nicht mehr."


Gesprächspartner in Asien sind oft verwundert über die Bestürzung mancher Europäer. So sagte der ehemalige singapurische Diplomat Bilahari Kausikan im Gespräch mit der DW auf der asiatischen Sicherheitskonferenz Shangri-La Dialog: "Ich denke, dass Wettbewerb und Konflikt grundlegende Eigenschaften internationaler Beziehungen sind. Diese ewigen, harten Wahrheiten wurden für eine kurze Zeit verdeckt – vielleicht etwa 20 Jahre lang, vom Fall der Berliner Mauer bis zum Ausbruch der globalen Finanzkrise. Denn es handelte sich um eine außergewöhnliche Phase der Weltgeschichte." Und er fügt hinzu: "Europa dachte, dass der Dschungel dauerhaft gezähmt worden sei. Und erlebte dann einen Schock." (Autor: Rodion Ebbighausen), Quelle: DW (Deutsch).

Kommentare


© 2026  

Alle Rechte vorbehalten

Hans-Peter Holbach

Auch für meine private Webseite gilt ebenfalls die AGB und Datenschutzerklärung dieser Webseite

bottom of page