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Berlin: Zurück zu den Wohnkombinaten?

Es gab eine prägende Zeit in Berlin, die über etwa 44 Jahre planwirtschaftlich strukturiert war. Im Ergebnis waren die Immobilien schrottreif, der Wohnkomfort deutlich abweichend vom westlichen Teil der Stadt und Vermietung taugte nicht mehr als Geschäftsmodell. Das Politbüro der DDR deckelte Mieten, machte Vorschriften, griff nahezu beliebig in Eigentumsrechte ein und hielt zuletzt den überwältigenden Anteil des Wohnraums im Staatsbesitz. Zuweisungen, Bezugsscheine und Preiskontrollen prägten den Immobiliensektor Ostberlins und führten zu dessen weitgehender Zerstörung.

Mittlerweile versucht man erneut, mit ähnlichen Methoden Berlins Wohnungsmarkt planwirtschaftlich „gerechter“ zu gestalten. Berlins aktuelle Machthaber versuchen nun, mit einem „Mietdeckel“ die Mieten regelrecht einzufrieren. Lediglich im Gleichschritt mit der Inflation darf die Miete dann erhöht werden. Und was „Inflation“ ist, das setzt das weisungsgebundene Statistische Bundesamt fernab der sogenannten gefühlten, also der von den Menschen tatsächlich wahrgenommenen Inflationsrate, fest. Im Ergebnis waren im Fall der DDR nach nicht einmal 20 Jahren offizielle Handwerkerrechnungen für Kleinstreparaturen in der Wohnung höher als eine Monatsmiete. Beim sozialistischen Fremdeigentum (Staatsbesitz) spielte das keine Rolle, weil per Antrag und Bezugsschein Reparaturen vom „Gemeinwohl“ erledigt wurden. Wann dies geschehen konnte, das war aber noch eine völlig andere Frage . . .


Mit einer weiteren Forderung gehen Berlins Machthaber nun noch einen weiteren deutlichen Schritt in Richtung Sozialismus. Sie fordern nämlich für Wohnungsunternehmen ab einer gewissen Größe eine Ausschüttungsbegrenzung. Diese sollen ihre Gewinne nur noch begrenzt ausschütten dürfen und gezwungen werden, den (nach politischer Vorgabe) verbleibenden Rest wieder in den Wohnungsbestand zu reinvestieren. Private Wohnungsfirmen würden auf diese Weise mehr und mehr zu ehemaligen Wohnungskombinaten. Es bleibt zu hoffen, daß sich für diesen sozialistischen Blödsinn keine politische Mehrheit mehr finden läßt! (Autor: Dr. Eike Hammer). Quelle: Vertrauliche Mitteilungen.



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