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AIA Meldung für Crypto Assets

Die Zahl der Anleger, die in Krypto-Vermögenswerte investieren, nimmt stetig zu. Neue, weitergehende Vorschriften zum automatischen Informationsaustausch sollen nun dazu beitragen, dass die deutsche Finanzverwaltung mehr Informationen zu Crypto-Investments im Ausland erhält. Nun wurde der AIA um das sogenannte Crypto Asset Reporting Framework (CARF) erweitert. Ziel dieser Neuerung ist es, Kryptowährungen und andere virtuelle Vermögenswerte in ein grenzüberschreitendes System des Informationsaustauschs einzubinden und sie steuerlich mit traditionellen Vermögenswerten gleichzustellen.

In der Schweiz tritt der Krypto-AIA ab dem 1. Januar 2026 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt werden Anbieter von Krypto Dienstleistungen verpflichtet sein, ihre Kunden (natürliche und juristische Personen sowie wirtschaftliche Berechtigte) und deren Transaktionen regelmässig der Schweizer Steuerverwaltung zu melden. Diese leitet die Informationen dann an den Ansässigkeitsstaat der Kunden weiter. Neben persönlichen Grunddaten wie Name, Adresse und Steueridentifikationsnummer werden Daten betreffend die Anzahl der relevanten Geschäfte und die Beträge dieser Transaktionen gemeldet werden. Der Informationsaustausch erfolgt regelmässig und automatisch. Der erste automatische Informationsaustausch wird ab dem Jahr 2027 erfolgen und alle relevanten Transaktionen ab dem 1. Januar 2026 umfassen.


Das CARF bezieht sich nicht ausschliesslich auf virtuelle Zahlungsmittel wie etwa Bitcoin oder Ethereum, sondern umfasst vielmehr alle Werte, die auf kryptografisch gesicherter Distributed-Ledger-Technologie (DLT) oder vergleichbaren Technologien basieren und als Zahlungs- oder Anlageinstrumente dienen.


Die Meldepflicht im Rahmen von CARF betrifft alle natürlichen und juristischen Personen, die gewerbsmässig Dienstleistungen im Bereich Kryptowerte anbieten. Neben den bereits regelmässig durch AIA betroffenen Banken können nun auch Krypto-Börsen, OTC-Desks, Market Maker, Broker und andere Intermediäre in den Anwendungsbereich von CARF fallen.


Mit der Einführung des CARF werden die Steuerbehörden Informationen über relevante Kryptowerte und die daraus seit dem 1. Januar 2026 erzielten Erträge erhalten. Steuerpflichtige müssen sicherstellen, dass sie diese Vermögenswerte und Erträge vollständig und korrekt in ihrer Steuererklärung deklarieren. Falls dies in der Vergangenheit nicht erfolgt ist, sollte sich zu den Möglichkeiten einer straflosen Selbstanzeige beraten werden. Für Betroffene ist nun entscheidend, sich frühzeitig auf die neuen Anforderungen vorzubereiten, um mögliche Sanktionen zu vermeiden.

 
 
 

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