Über den Schweizerfranken-Stablecoin
- Holbach News

- 15. Apr.
- 1 Min. Lesezeit

Lange waren Schweizer Banken nicht wirklich scharf auf die Revolution im Bezahlen, die weltweit längst auf dem Vormarsch ist: Die Rede ist von Stablecoins – also von Blockchain-Geld, das 1:1 an eine Währung gekoppelt ist. Bislang wurden Coins wie von Tether vor allem genutzt, um Kryptowährungen wie Bitcoin zu handeln, doch Stablecoins werden flügge und drängen zunehmend in die Realwirtschaft. Da es längst von anderen Emittenten einen Stablecoin auf Schweizer Franken gibt, setzen sich nun endlich die Big Guys der Schweizer Bankenszene wie UBS, ZKB und Raiffeisen an die Spitze der Bewegung und lancieren mit der Firma Swiss Stablecoin von Ex-Nationalrätin Pascale Bruderer einen Schweizerfranken-Stablecoin. Aber zunächst einmal nur in einem Testlauf. Für uns Normalos dürfte ein Stablecoin bislang wenig spannend sein, weil das Bezahlen hierzulande so einfach ist wie das Versenden einer SMS. Aber für Firmen, die weltweit Cash verwalten müssen, kann die neue Bezahlmethode ein echter Gamechanger sein. Und wenn die Schweiz mit einem eigenen Stablecoin ihre Abhängigkeit von den US-dominierten Zahlungssystemen etwas lockern kann, sollte uns das nur recht sein.
Im Oktober hat das Eidgenössische Finanzdepartement einen Vorschlag zur Überarbeitung des Finanzinstitutsgesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Ein Kernpunkt ist, Emittenten von Schweizer Stablecoins zu regulieren. Auch auf Gesetzesebene arbeitet die Schweiz also daran, dass der digitale Franken für alle bald Realität werden kann. (Autor: Michael Hotz), Quelle: BILANZ.



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